Orientierungslauf in Deutschland


TK-Treffen in Bad Harzburg: Strategien für die Zukunft

Am kommenden Wochenende trifft sich das TK zu einer wichtigen Sitzung: Thema sind vor allem Strategien für die Zukunft. Hier geht es weniger darum, „blühende Landschaften“ für den OL zu planen, sondern tragbare Lösungen für anstehende Probleme zu finden. Ein äußerst wichtiger Punkt soll hier dargestellt werden.

OL als Sportart des DTB
OL als Sportart des DTB

Bekannt ist es schon lange: Die vor allem durch den zentralen Neubau in Frankfurt mit einer Kostenexplosion von 12 auf 30 Mio € verursachte desolate finanzielle Situation des DTB hat auch auf unseren Sport Auswirkungen. Derzeit verfügen wir nur noch über etwa 8000 €, die uns der DTB zentral für 2014 zur Verfügung stellt, von denen noch einmal gut 3000 € für den IOF-Beitrag abgehen. Zusätzliche Mittel des BMI für Weltmeisterschaften sind beantragt, bisher aber noch nicht genehmigt.

Haben wir uns bisher durch die Wettkampfabgabe und Spenden gerade so über Wasser gehalten, kommt jetzt der nächste Schlag. Der DTB will zukünftig durchsetzen, dass – auch aus formalrechtlichen Gründen – unsere zentralen OLs, bei denen der DTB offiziell Veranstalter und ein Verein Ausrichter ist, über den DTB abgewickelt werden. Das bisherige Verfahren ist ja bekannt: Meldungen und Zahlungen laufen über den Ausrichter, der mit den Einnahmen abzüglich der Wettkampfabgabe seine Kosten deckt. Zukünftig ist geplant, dass die Teilnehmergebühren auf ein DTB-Konto eingezahlt werden, Kosten werden nach Abrechnung vom DTB rückerstattet. Das Ziel liegt klar vor Augen: Man geht davon aus, dass etwa bei einer DM Überschüsse durch Startgelder erzielt werden, die dann beim DTB verbleiben. (Tipp einer TK-Vorsitzenden einer anderen Sportart: Man könne ja durch Kuchenverkauf für den Verein eine Einnahme erzielen…..) Abgesehen davon, dass die Kapazitäten des DTB in der Buchhaltung wohl kaum geeignet sind, zeitnah alle Belege einer unserer Bundesveranstaltungen zu prüfen und Einzelbeträge zurück zu erstatten, wäre der Aufwand für jeden Ausrichter untragbar. Es ist davon auszugehen, dass sich kaum ein Verein finden würde, der eine DM unter diesen Bedingungen veranstaltet, auch da er ja Vieles über Monate vorfinanzieren müsste. Eine Bundesveranstaltung im OL ist eben doch etwas aufwendiger zu organisieren, als die einer Hallensportart, bei der neben Kosten für Kampfrichter und Hallenmiete kaum etwas anfällt.

Im Jahr 2014 trifft uns diese Regelung noch nicht, es muss aber dringend über zukünftige Strategien nachgedacht werden, wenn wir nicht den Wettkampfbetrieb auf Bundesebene einstellen wollen. Verschiedene Möglichkeit sollen diskutiert werden und das TK hofft zu einer tragbaren Lösung zu gelangen.


Autor: Hans Joachim Bader  (Team für Öffentlichkeitsarbeit)
Eingestellt am 01.04.2014

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