Orientierungslauf in Deutschland


Sprint-Camp und Mediterranean Open Championships in Italien

Mitte März bereiteten sich vier deutsche Athleten gemeinsam mit Sportlern aus zehn weiteren Nationen auf die Sprintdisziplinen der WM in Italien vor. Die vier deutschen Läufer Susen Lösch (USV Jena), Christoph Prunsche (TuS Lübbecke), Sören Riechers (Bielefelder TG) und Bojan Blumenstein (OSC Kassel) kehrten um einige Erfahrungen reicher und gut auf die WM-Sprints vorbereitet zurück nach Hause.

Christoph Prunsche beim Sprint
Christoph Prunsche beim Sprint  Foto: Nationalteam

Im Laufe der Woche wurden bei sechs Trainingseinheiten und drei Wettkämpfen die Sprintfähigkeiten aus der Winterpause hervorgeholt und verbessert. Organisiert wurde dieses sonnige Trainingslager von der ParkWorldTour und den Veranstaltern der Mediterranean Open Championships.

Gleich zwei Einheiten fanden in der wasser- und touristenreichen Innenstadt Venedigs statt. Zum Glück landeten keine Läufer und auch kein Tourist aus Versehen in einem der vielen Kanäle. Spannend waren auch die Sprints auf Chioggia und Murano, zwei kleineren Inselstädten in der näheren Umgebung Venedigs. Dort waren die Gassen noch enger und man staunte nicht schlecht, als einige Italiener dort tatsächlich auch noch mit ihren Autos lang fahren wollten.

Kartenausschnitt Murano in Venedig
Kartenausschnitt Murano in Venedig  Foto: Veranstalter

Als Abwechslung und Erholung für die vom Asphalt geplagten Beine wurde auch ein Training auf einem Golfplatz mit anschließender Pastaparty durchgeführt. Das Highlight dieser Veranstaltung war wohl als der vierfache Gesamtweltcup-Sieger Daniel Hubmann vor der gesamten Mannschaft gemeinsam mit Nicola Manfredi „You and me“ singen musste.

Ein weiterer Sprint in Lonigo hielt neben verwinkelten Gassen auch ein paar Höhenmeter hinauf zum Schloss für die Läufer bereit. Die Stadtsprints waren allesamt sehr anspruchsvoll und es war eine Herausforderung das ganze Rennen hindurch den Überblick zu behalten und alle Durchgänge zu finden. Außerdem musste man immer genau wissen, in welcher Gasse man gerade ist und wann man in die nächste abbiegen muss, sonst stand man plötzlich vor einem Kanal oder in einer Sackgasse.

Auf die Mitteldistanz am nächsten Tag hatten sich alle gefreut: Endlich mal wieder weicher Waldboden unter den Füßen und das direkt am Meer! Bei fünf der 22 Posten traf das auch zu, beim Rest des Geländes handelte es sich um dichtes Dornengestrüpp und kleine und große Pfade dazwischen. So bekam die Mitteldistanz eine wirkliche Ähnlichkeit mit einem Stadtsprint mit Routenwahlen über eine Vielzahl von Wegen vorbei an undurchdringlichem Grünzeug.

Läufer bei den MOC
Läufer bei den MOC  Foto: Nationalteam

Das WKZ direkt am sonnigen Strand nutzten die meisten für ein wirklich erfrischendes Bad im Meer. Man muss dabei aber bedenken, dass der Anblick von Italienern mit dicken Jacken und Mützen in der letzten Woche keine Seltenheit war.

Beim abschließenden Sprint im Parco delle Cascine in Florenz wurde durch die Länge der Strecken (vier km für die Damen und fünf für die Herren) noch einmal physisch alles abverlangt. Auf der o-technisch regelrecht anspruchslosen Strecke ging es einfach darum wer am Ende dieser Woche noch die meisten Körner hat.


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Autor: Susen Lösch
Eingestellt am 21.03.2014

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