Orientierungslauf in Deutschland


Lehrreiches Top10-Treffen

Während im russischen Sotschi bereits um Medaillen gekämpft wurde, bereitete sich der deutsche Bundeskader im Orientierungslauf in Dresden auf die großen Wettkämpfe im Sommer vor. Am Wochenende vom 14.-16. Februar lag der Fokus auf dem Laufen.

Start zum Crosstest
Start zum Crosstest  Foto: Nationalteam

Zur Formbestimmung ging es für einige schon am Freitagnachmittag mit einem Laktattest los. Während am Samstagmorgen die zweite Gruppe beim Laktattest schwitzte, durften sich die anderen beim Winter-OL in Weixdorf durch den Wald kämpfen.
Wie schon häufiger diente die Geschäftsstelle des USV TU Dresden als Quartier, wo dann auch alle zum wohlverdienten Mittagessen eintrafen.

Am Nachmittag stand eine ganz besondere Einheit auf dem Plan: ein richtiges Lauftechniktraining mit Videoanalyse mit Personal Trainer Ralf Harzbecker. Die Quintessenz des Ganzen: als Orientierungsläufer tritt man natürlicherweise kräftiger auf, um beim Quer- und z.B. Bergablaufen sicher aufzutreten. Dieser Laufstil ist aber auf Wegen, auf Straße und Bahn uneffektiv und begrenzt die mögliche Laufgeschwindigkeit. Problematischer ist aber die Gefahr möglicher Fehlbelastungen bei (den für uns nötigen) hohen Dauerlaufbelastungen im Trainingsalltag. Damit die Kader auch den ökonomischen Laufstil lernen, den gesamten Körper in die Laufbewegung einbeziehen, wurden Übungen aus dem Lauf-ABC, Übungen mit sehr schnellen Bewegungen und Übungen aus dem Bereich des „functional training“ durchgeführt. Dazu gab Ralf Harzbecker einige Tipps und den Ratschlag mit auf den Weg, diese Übungen und z.B. auch das Barfußlaufen regelmäßig in den Trainingsplan aufzunehmen.

Mark Otto beim Laktattest
Mark Otto beim Laktattest  Foto: Nationalteam

Am nächsten Tag beim Crosstest mit OL-„Pausen“ sollten vier circa einen Kilometer lange Runden mit sieben Abschnitten mit unterschiedlichen Anforderungen (Weg flach, quer bergab, quer Hang, Pfad bergan, Weg bergab, quer bergan und quer flach) für die Herren und drei für die Damen im OL-Wettkampftempo gelaufen werden. Mit SI-Zwischenzeiten auf den verschiedenen Abschnitten sollten Stärken und Schwächen der Läufer bei den verschiedenen Anforderungen bestimmt werden, um darauf im Training Einfluss zu nehmen.

Eine große Herausforderung war dabei auch, nach dem man mit dem hohen Tempo die Crossrunde durch den Wald, steil bergauf und bergab absolviert hatte, direkt danach die Posten der OL-Bahn (Isohypsen, Kompass-Fenster-OL) bei nahezu Maximalpuls sicher anzuorientieren.

Besonderer Dank geht natürlich an Andreas Lückmann, der wieder einmal ein tolles und lehrreiches Wochenende auf die Beine gestellt hat, aber auch dem USV TU Dresden für das Quartier und den Sportmedizinern des Olympiastützpunktes für die Unterstützung bei den Laktattests.


Mehr:
Homepage Ralf Harzbecker

Autor: Susen Lösch
Eingestellt am 18.02.2014

© 2001-2017 TK OLImpressum