Orientierungslauf in Deutschland


ARGE ALP OL 2013: Schweizer auch auf Schnee die Schnellsten

Anders als im Vorjahr passte diesmal das Wetter beim alljährlichen ARGE ALP Orientierungslauf, der diesmal in Imst (Tirol) ausgetragen wurde und bei dem über 600 Starter für die 12 Länderteams beim Vergleichskampf an den Start gingen. Sonne verwöhnte die angereisten OL-Sportler an beiden Wettkampftagen. Jedoch hatte ein heftiger Wintereinbruch mit starken Schneefällen zwei Tage vor der Veranstaltung sowohl für die Ausrichter als auch für die Wettkämpfer unangenehme Folgen: teils bis zu 20 Zentimeter Schnee im ruppigen, steilen Bergwald machten das Terrain insbesondere beim Staffellauf zu einer Rutschpartie und stellenweise fast nicht belaufbar.

Bergpanorama beim ARGE ALP OL 2013
Bergpanorama beim ARGE ALP OL 2013  Foto: Markus Bianchi

Entsprechend gingen die Laufzeiten teils deutlich in die Höhe und insbesondere von den weniger Alpengelände-erfahrenen deutschen Teilnehmern der Länderkampfteams aus Bayern und Baden-Württemberg, aber auch einigen wenigen Berlinern in österreichischen Diensten fand sich der bzw. die eine oder andere im Notstart wieder. Jedoch ging der Staffellauf rund um die Skistation Hochimst erfreulicherweise ohne größere Verletzungen über die Bühne. Es dominierten einmal mehr vor allem die OL-Sportler aus den teilnehmenden Schweizer Kantonen.

Für die deutschen Starter gab es lediglich in der Rahmenklasse D12 etwas zu jubeln: für Bayern liefen Emily Grübel und Ines Schikora auf Rang eins, sowie Katrin Hertel und Jasmin Hertel auf Platz drei. Ansonsten gab es reihenweise undankbare vierte Plätze, wie für die bayerischen D18-, H18- und D45-Staffeln, sowie das H35-Trio aus Baden-Württemberg.

Ab in den Schnee: Aufstellung zum Massenstart in den Eliteklassen
Ab in den Schnee: Aufstellung zum Massenstart in den Eliteklassen  Foto: Markus Bianchi

Beim abschließenden Einzellauf beim Schloss Starkenberg oberhalb von Imst und Tarrenz war bereits deutlich weniger Schnee im Wald als am Vortag. Zudem präsentierte sich das Gelände weniger steil und ruppig, was die Belaufbarkeit bereits deutlich verbesserte. Trotzdem musste man ständig aufpassen, nicht auf den Schneeresten versteckten Ästen auszurutschen und zu stürzen. Nach morgendlichen kühlen 3 °C entwickelten sich die Temperaturen im Laufe des Wettkampfs in der angenehmen Herbstsonne auf wohlige 15 °C. Zudem wurden die Teilnehmer neben abwechslungsreichen Bahnen einmal mehr auch mit einem atemberaubenden Alpenpanorama belohnt.

Ein Tagessieg gelang den deutschen Startern gegen die starke internationale Konkurrenz zwar nicht, aber Markus Theißen auf Platz zwei in H 50, Meike Jaeger als Dritte in D 35 und Klaus Schwind auf Rang drei in H 40 konnten für Baden-Württemberg aufs Podium laufen, während Riccardo Casanova als Dritter in H 14 die einzige bayerische Medaille des Tages einfuhr. Dafür waren die Bayern wie am Vortag die Meister der vierten Plätze, so durch Milena Grifoni in D 45, Korbinian Lehner in H 18, Valtteri Kolehmainen in H 20 und Thomas Scheler in H 50. Auch für Baden-Württemberg lief Sascha Dammeier als Vierter in H 35 knapp am Podium vorbei.

Markus Theißen - hier bei der Staffel - sorgte für das beste deutsche Ergebnis im Einzel
Markus Theißen - hier bei der Staffel - sorgte für das beste deutsche Ergebnis im Einzel  Foto: Luis Ambacher

Eine starke Leistung im hochkarätig besetzten Herrenelitefeld lieferte Teodor Yordanov, der für Bayern auf Rang fünf einlief. Es siegte Martin Hubmann (St. Gallen) vor Michael Mamleev (Südtirol) und Philipp Sauter (Graubünden). In der Damenelite war Franziska Döring (St. Gallen) vor Martina Seiterle (Thurgau) und Christine Kirchlechner (Südtirol) siegreich.

In der Regionenwertung gab es an der Spitze ein Kuriosum: während das Tessin in der ARGE ALP Wertung der 10 Mitgliedsregionen knapp vor St. Gallen gewann, stand St. Gallen in der offenen Wertung inklusive der beiden Gastregionen hauchdünn vor dem Tessin auf Rang eins. Bayern kam in der ARGE ALP Wertung wie im Vorjahr auf den fünften Rang, in der offenen Wertung konnte das rund 100 Läufer starke Bayernteam als Gesamt-Sechster anders als im Vorjahr auch wieder Baden-Württemberg hinter sich lassen, das mit gut 40 Läufern angetreten war und am Ende Rang acht unter den zwölf Teams belegte.

Im kommenden Jahr wird Südtirol Ausrichter der ARGE ALP Titelkämpfe sein, die wie immer für das zweite Oktoberwochenende geplant sind.


Mehr:
Homepage des Ausrichter LK Kompass Innsbruck
Ergebnisliste ARGE ALP OL 2013 Staffellauf
Ergebnisliste ARGE ALP OL 2013 Einzellauf

Autor: Ralph Körner  (Team für Öffentlichkeitsarbeit)
Eingestellt am 15.10.2013

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