Orientierungslauf in Deutschland


Sören Lösch im Finale der Langdistanz

Zum Auftakt der Weltmeisterschaften in Vuokatti schaffte Sören Lösch (USV Jena) als einziger deutscher Läufer eine Platzierung unter den Top 15 seines Vorlaufes. Sieglinde Kundisch (USV TU Dresden) verpasste den Finaleinzug über die Langdistanz denkbar knapp. Die Qualifikationsläufe waren härter als erwartet.

Sören Lösch auf den letzten Metern.
Sören Lösch auf den letzten Metern.  Foto: Fred Härtelt

Der erste Lauf der Weltmeisterschaften 2013 in Finnland wurde im Vorfeld als sehr schnell eingestuft. Die Bahnleger hatten dazu Richtzeiten unter einem 5er Schnitt bei den Herren prognostiziert. In der Realität wurden die gesetzten Zeiten aber nicht erreicht. Das Gelände war aufgrund des zahlreichen Unterholzes in einigen Teilgebieten schwerer zu belaufen als erwartet. Hinzu kam die Hitze im Nadelwald, welche an diesem Tag einen hohen Kampfgeist erforderte.

So konnte schon im Zieleinlauf beobachtet werden welche Läufer diese Umstände gut verkraftet haben und wer mit diesen Bedingungen weniger zurecht kam. Das deutsche Herrenteam zeigte läuferisch eine starke Leistung. Sören Lösch konnte sich mit dem 12. Rang seinen ersten Finalplatz bei einer Weltmeisterschaft sichern. Ähnlich wie bei Bjarne Friedrichs (MTV Seesen) war die Fehlerquote beim Jenaer Orientierungsläufer über die 12,5 km lange Bahn relativ gering. Trotz eines innerlich langsamen Gefühles zeigte Lösch eine starke Leistung in seinem Vorlauf. Der Rückstand auf den Tagessieger Tero Föhr (Finnland) betrug im Ziel etwas mehr als 9 Minuten. Bjarne Friedrichs beendete die Qualifikation auf Rang 17, mit etwas mehr als 3 Minuten Rückstand auf den rettenden 15. Rang. Bis zu Kilometer 10 zeigte auch Christoph Brandt (SSV Planeta Radebeul) einen starken Lauf und befand sich in Reichweite zu den Finalplätzen. Auf einem 500m langen Teilstück benötigte der Radebeuler Läufer aber knapp 12 Minuten – der Finaleinzug war damit Geschichte.

Sieglinde Kundisch zeigte ein gutes Rennen.
Sieglinde Kundisch zeigte ein gutes Rennen.  Foto: Meike Hartmann

Im Damenrennen bewies auch Sieglinde Kundisch über die 8,6 km lange Bahn ihre aktuell gute physische Verfassung. Als 16. hatte sie in ihrem Vorlauf 52 Sekunden Rückstand auf den 15. Rang. Im Ziel konnte die Wahlschwedin von keinen nennenswerten Fehlern berichten, auch wenn der Lauf aus ihrer Sicht physisch fordernder als erwartet war. Christiane Tröße (SV TU Ilmenau) und Esther Doetsch (DJK Adler Bottrop) konnten zum Auftakt der WM nicht die notwendige läuferische Leistung abrufen und beendeten entsprechend erschöpft den Qualifikationslauf.

Die Favoriten in der Damen- und Herrenklasse ließen an diesem Tag nichts anbrennen und zogen mehr oder weniger souverän in das Finale ein. Gleich zu Beginn des Rennens konnten im Livestream die unterschiedlichsten Routenwahlen auf einem langen Teilstück beobachtet werden. Während einige Läufer den direkten Weg durchs Gelände, entlang eines großen Sumpfes bevorzugten, liefen andere auf Wegabschnitten eine viel weitere Distanz.

Bundestrainer Andreas Lückmann hat den ersten Schützling im Finale.
Bundestrainer Andreas Lückmann hat den ersten Schützling im Finale.  Foto: Fred Härtelt

Am Montag folgt die Qualifikation und das Finale über die Sprintdistanz mit Alexander Lubina (DJK Adler Bottrop) und Christoph Prunsche (TuS Lübbecke) als einzige deutsche Starter.

Ergebnisse



Damen

Vorlauf 1

1. Simone Niggli	Schweiz		0:52:09
15. Anna Serrallonga Spanien 1:09:49
18. Christiane Tröße Deutschland 1:14:45



Vorlauf 2

1. Catherine Taylor 	Großbritannien	0:52:16
15. Alicia Cobo Spanien 1:09:28
19. Esther Doetsch Deutschland 1:15:24


Vorlauf 3

1. Tove Alexandersson	Schweden	0:52:35
15. Nataliya Dimitrova Bulgarien 1:08:10
16. Sieglinde Kundisch Deutschland 1:09:02


Herren

Vorlauf 1

1. Edgars Bertuks	Lettland	1:06:03
15. Pavel Gvozdez Israel 1:18:47
24. Christoph Brandt Deutschland 1:31:55


Vorlauf 2

1. Jani Lakanen		Finnland	1:04:49
15. Markus Lang Österreich 1:17:47
17. Bjarne Friedrichs Deutschland 1:21:03


Vorlauf 3

1. Tero Föhr		Finnland	1:05:06
12. Sören Lösch Deutschland 1:14:09


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Autor: Daniel Härtelt  (Team für Öffentlichkeitsarbeit)
Eingestellt am 07.07.2013

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