Orientierungslauf in Deutschland


Schneesicherer Prague Easter

Es scheint fast, als wollte die Natur, sämtlichen Theorien zur Klimaerwärmung zum Trotz, ein eindeutiges Statement setzen. Der diesjährige international besetzte Prague Easter südlich von Ceska Lipa bleibt vor allem aufgrund der winterlichen Bedingungen aber auch der gewohnt abwechslungsreichen Felsbahnen im Sandsteingebiet in Erinnerung. Viele deutsche Teilnehmer, unter ihnen auch das Nationalteam, zeigten starke Leistungen.

Sören Lösch erläuft Platz 2 in der Gesamtwertung.
Sören Lösch erläuft Platz 2 in der Gesamtwertung.  Foto: Fred Härtelt

In der Nacht von Donnerstag auf Freitag fiel pünktlich vor dem Beginn des 3-Tage-Laufes im Wettkampfgelände noch einmal eine größere Menge Schnee. Bei Temperaturen knapp über null Grad mussten sich alle Starter über die Wettkampftage mit dem teilweise gefrorenen Boden und den dadurch schwer belaufbaren Hängen auseinandersetzen.

In der Herren-Elite bewiesen die Nationalläufer Christoph Brandt (SSV Planeta Radebeul), Sören Lösch (USV Jena) und Bjarne Friedrichs (MTV Seesen) ihre gute Saisonvorbereitung. Christoph Brandt ging beim Jagdstart als erster Läufer auf die dritte Etappe, musste sich dort aber Bjorn Eckeberg (IL Tyrving) und Mannschaftskamerad Sören Lösch geschlagen geben. Bjarne Friedrichs beendete das Rennen auf Rang vier.

Die deutschen Elite-Damen konnten die sehr guten Resultate der Herren im speziellen Sandsteingelände nicht bestätigen. Esther Doetsch (DJK Adler Bottrop) und Anne Kunzendorf (Gundelfinger TS) beendeten den Mehrtagelauf in einem recht kleinen Starterfeld auf Rang 6 und 7.

Zieleinlauf der ersten Etappe.
Zieleinlauf der ersten Etappe.  Foto: Fred Härtelt

Deutsche Gesamtsieger ihrer Altersklassen wurden Dorothea Müller (D16 / Dresden), Patricia Nieke (D18 / Dresden), Cornelia Eckardt (D40 / Dresden), Ingo Horst (H35 / Alsbach), Manfred Hickethier (H60 / Radebeul) und Helmut Conrad (H65 / Dresden).

Alle 3 Etappen hatten ihre eigene Charakteristik. Das erste Rennen wurde als Mitteldistanz ausgetragen. Aufgrund von lediglich zwei ausgeprägten Tälern mit Felsformationen hielt sich der technische Anspruch in Grenzen. Über die Langdistanz am zweiten Tag zählte eine gute Kondition und die Fähigkeit, an den entscheidenden Stellen das Tempo zu verringern, um nicht unnötig Zeit zu verlieren.

Auch die Posten hatten keine Lust mehr auf Schnee.
Auch die Posten hatten keine Lust mehr auf Schnee.  Foto: Fred Härtelt

Die größte Begeisterung rief die verkürze Langdistanz am dritten Tag hervor. Ein sehr differenziertes Höhenbild und zahlreiche Felsposten erforderten ein exaktes Lesen der Karte. In Zusammenhang mit einem teilweise schnell belaufbaren Wald und zahlreichen Höhenmetern wurde in einigen Kategorien das Klassement noch einmal durcheinandergewürfelt.

Nach den drei fordernden Wettkampftagen reist das Nationalteam und ein erweiterter Kaderkreis mit ambitionierten Talenten in Richtung Turnov, um sich auf die kommende Saison vorzubereiten.


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Autor: Daniel Härtelt  (Team für Öffentlichkeitsarbeit)
Eingestellt am 01.04.2013

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