Orientierungslauf in Deutschland


Schnee und tiefe Temperaturen zur DBK-Nacht

Ende März erwartet man bei einem Lauf in der Region Berlin eigentlich keine winterlichen Verhältnisse mehr. Die Teilnehmer der Deutschen Bestenkämpfe im Nacht-OL und am Bundesranglistenlauf Mitteldistanz trafen aber auf tiefwinterliche Wetterverhältnisse.

im Startbereich der Nachtmeisterschaften
im Startbereich der Nachtmeisterschaften  Foto: Ausrichter

Am Samstag, den 23. März starteten die Läufer nach Einbruch der Dunkelheit auf der Karte Grabosee zur DBK Nacht-OL. Dem langanhaltenden Winter zufolge lag im Wald zwischen 10 und 20 cm trockener Neuschnee. Zur Laufzeit herrschten zudem frostige Minus 8 Grad. Die Läufer schützten sich mit Mützen, Halstüchern und Handschuhen gegen die Kälte. Viele waren froh, als sie starten und sich durch das Laufen wieder erwärmen konnten. Das Laufen durch den Neuschnee erforderte viel Kraft und Ausdauer. Daher waren die Läufer auch länger unterwegs als für schneefreie Verhältnisse berechnet. Die Herren Elite hatte 14 Kilometer zu absolvieren. Manche erwähnten im Ziel, dass es gegen Ende der Bahn doch sehr kräfteraubend war. Aber auch die Damen Elite schlug sich wacker auf ihrer 9,5 Kilometer langen Bahn.

winterliche Bedingungen beim Bundesranglistenlauf
winterliche Bedingungen beim Bundesranglistenlauf  Foto: Ausrichter

Gewonnen wurde die Herren Elite mit einem Vorsprung von 5 Minuten von SkiO-Kader Bojan Blumenstein (OSC Kassel). Ob er wohl auch deshalb mit den Bedingungen am besten klar kam? Zweiter wurde Jonas Kjäll (USV TU Dresden) vor Matthias Kretzschmar (Post SV Dresden). In der Damen-Elite siegte Cornelia Eckardt (USV TU Dresden) vor Jitka Kramer (Post SV Dresden) und Corinna Nieke (USV TU Dresden)

Am nächsten Morgen war der Himmel wolkenlos und die Temperaturen noch tiefer als in der Nacht. Doch mit den ersten Sonnenstrahlen wurde es schon spürbar wärmer. Die Wettkämpferinnen und Wettkämpfer konnten bei Sonnenschein in den verschneiten Wald im Bäketal zum BRL Mitteldistanz starten. Skilangläufer hätten sich nicht bessere Bedingungen gewünscht. Doch für die OL-Läufer hieß es nochmals die Kräfte für den Lauf durch den Schnee aufbringen. Sowohl die Leistungsläufer wie auch Familien, Kinder und Senioren ließen sich nicht vom Schnee an einem Start abhalten. Die längeren Kategorien mussten auf einem extra gebauten Steg den kleinen Fluss Bäke überqueren. Durch den unerwartet hohen Wasserstand war es gar nicht einfach ganz trockenen Fußes auf die andere Seite zu kommen.

Bachüberquerung
Bachüberquerung  Foto: Ausrichter

In der Damen-Elite hieß die Siegerin Monika Depta (OLG Siegerland). Mit souveränem Vorsprung gewann sie vor Sabine Rothaug (OSC Kassel) und Hanka Straube (SV Lengefeld). Der Schnellste auf der Herren-Elite Bahn war Jonas Kjäll. Mit klarem Vorsprung distanzierte er Bojan Blumenstein und Martin Ahlburg (IHW Alex Berlin).

Nach zwei kalten, aber schönen Wintertagen hoffen wohl nicht nur die Organisatoren vom Berliner TSC auf steigende Temperaturen.


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Autor: Urs Trösch
Eingestellt am 25.03.2013

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