Orientierungslauf in Deutschland


O-Ringen 2002- Halbzeit

Die dritte Etappe ist zu Ende. Halbzeit bei O-Ringen, wo morgen erst mal ein Ruhetag ansteht. Was ist passiert bis hierhin? Eine kurze Zusammenfassung dessen, was O-Ringen 2002 bisher kennzeichnete

15.000 Teilnehmer
Diese Zahl wurde jetzt „offiziell“ als Teilnehmerzahl bestätigt. Damit liegt man im Schnitt der vergangenen 10 Jahre.
„Rekordjahr“ war 1985 Dalarna/ Falun mit sagen und schreibe 23 000 Orientierungsläufern.

Schnelle Wälder
Die angeblich „schnellste Etappe“ O-Ringens, welches ja inzwischen immerhin eine 37-jährige Geschichte und damit 182 Etappen aufweist, fand angeblich heute statt. Viel Kompass, 4:30min pro Kilometer für die Super-Eliteklasse, das sind die Eckdaten dieses für Schweden eher untypischen Geländes

Nasse Klamotten
Über das Wetter gefragt, gibt es- wie immer- geteilte Meinungen. Die einen sagen schrecklich für einen Sommer- Mehrtage- OL, die anderen sagen, immerhin noch lang entfernt von der „Hallsberg-Klasse“. Mit „Hallsberg-Klasse ist der verregnete Sommer 2000 gemeint, als große Teile des Zeltplatzes und besonders die Zielwiesen knöcheltief unter Wasser standen.
Was die These der ersten Meinung stützt: O-Ringen.com, die offizielle Seite im Internet, rät dazu, den morgigen Ruhetag doch dazu zu benutzen, um das Zelt mit einem Kanalsystem und Deichanlagen zu versehen, denn es sind bis morgen noch Regenschauer erwartet. Erst ab Freitag soll das Wetter wieder „strahlender“ werden.

Abgestürzter Ergebnisserver
Keine Ergebnisse gab es zunächst am 2. Tag, da bei einem Blitzeinschlag in den Sendemast von Billingehus auch der Resultatserver mit allen Ergebnissen der zweiten Etappe abstürzte. „Die Erde bebte richtig“, meinten Zeugen.
Immerhin wurden rechtzeitig alle Backups gemacht, so dass nicht zum zweiten Mal im Jahr (wie zur Tiomila) bei einem Top-Lauf alle Ergebnisse verloren gehen.

Immer die gleichen Gewinner
Zumindest in der Super-Eliteklasse. Bei den Damen gingen alle 4 Siege bisher (eingerechnet dem Super-Sprint) an die Schweizerin Simone Luder. Auch bei den Herren sieht man seit zwei Tagen das gleiche Gesicht ganz oben: Mats Haldin aus Finnland. Immerhin wurden die anderen Etappen von anderen Läufern gewonnen, nämlich von Mikael Mamleev (Supersprint) und Pasi Ikonen (erste Etappe). Aber hier wollen wir uns nicht wie sonst mit den Siegern beschäftigen.

Großbildleinwand und Live-Übertragung im Internet
Ein Ziel der O-Ringen- Organisatoren in diesem Jahr ist es, dass die Gesamtsieger in jeder Klasse „auf dem Großbildschirm“ einlaufen und die Super-Eliteklasse soll ab der 4. Etappe „live“ dort zu verfolgen sein. Vorbild ist die WM in Finnland, wo es das erste Mal wirklich gelang, dass die Zuschauer auf der Zielwiese das Geschehen im Wald verfolgen konnten. Wo gibt es dafür eine größere Fangemeinde als bei O-Ringen? Ob es klappt, wird sich die nächsten Tage herausstellen.

Park- World-Tour
Auch die Organisatoren der Park World Tour hoffen auf die Aufmerksamkeit der so zahlreich versammelten Orientierer. Am morgigen Ruhetag findet im ca. 45 km entfernten Karlsborg die 4. Etappe zur Park World Tour statt, welche ebenfalls auf dem monströsen 45m²- Bildschirm hautnah zu verfolgen sein wird.
Aus Deutschland startet nur Ingo Horst.


Mehr:
Oringen.com

Autor: Ingo Horst
Eingestellt am 23.07.2002

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