Orientierungslauf in Deutschland


Kniffeliges Knockout – das Nationalteam zum Sprintwochenende in Dresden

Der Frühling steckt zwar noch in den Startlöchern, trotzdem traf sich der Nationalkader letztes Wochenende zum Trainingslager in Dresden, um bei 7 Sprinttrainings mit Wettkampfcharakter die Sprintabläufe und Postenroutine zu üben und zu optimieren. Während es im Norden teilweise heftig schneite, hatte der Wettergott im Osten Gnade walten lassen und so konnte bei zwar kaltem aber teilweise sogar sonnigem Wetter ein effektives Trainingslager durchgeführt und mit verschiedenen Wettkampfformen die Kader ordentlich gefordert werden.

Auswertung nach dem Training
Auswertung nach dem Training  Foto: Nationalteam

Der Prolog zum Wochenende wurde am Freitag Abend in der Dresdner Altstadt abgehalten. Kniffelige Postenstandorte und das schnelle Laufen mit Lampe bei Nacht zeigten, dass nach einem langen Winter die Abläufe beim Sprint OL erst wieder geübt werden müssen. Am nächsten Tag konnten diese bei einem Knockout-Sprint in Pirna mit 3 kurzen Sprintwettkämpfen optimiert werden. Da bei dieser Wettkampfart immer in kleinen Gruppen gestartet wird und jeder Läufer die gleiche Bahn hatte, war hier Gegnerkontakt garantiert und die Kader mussten sich gute Taktiken überlegen, um die Mitläufer auszutricksen und so vielleicht doch im Ziel den berühmten Schritt weiter vorn zu sein. Die Teilnehmer hatten hier sichtlich Spaß und sicherlich wird diese Wettkampfform nicht das letzte Mal bei einem Trainingslager des Nationalteams durchgeführt.

Sören Lösch im Postenraum
Sören Lösch im Postenraum

Bevor am Abend der harte Trainingstag mit einer detaillierten Auswertung der Trainings gemütlich beendet wurde, fand am Nachmittag noch ein Trainingslauf auf einer klassischen Sprintbahn in Neustadt statt. Am Sonntag wurde das Niveau noch mal mit verlockenden Fehlpostenfallen gesteigert und früh in Laubegast eine schöne Sprintstrecke angeboten, die sogar mit warmer Sonne verwöhnte. Als letzte Einheit des Wochenendes und als kleines Kontrastprogramm gab es noch einen Waldsprint in der Dresdner Heide. Danach zeigten sich viele Kader zufrieden über die Leistungen des Wochenendes und freuten sich über die gewonnene Sicherheit und Selbstbewusstsein. Trotzdem zeigten ein paar Fehlstempel – besonders bei den jüngeren Teilnehmern, dass die Sprints auf so einem hohen Niveau eine gute Technik und ständige Konzentration bedingen und hier weiter konsequent geübt werden muss.

Getrübt wurde das Wochenende durch die Verletzungen im Herrenbereich von Robert Krüger (SSV Planeta Radebeul) und Bjarne Friedrichs (MTV Seesen), die hoffentlich bald wieder überstanden sind.

Sören Riechers auf dem Weg zum Posten
Sören Riechers auf dem Weg zum Posten  Foto: Nationalteam

Die Gesamtwertung des Sprintwochenendes konnten die erprobten Sprinter Sören Riechers und Anna Reinhardt für sich entscheiden. Hier wurden alle Läufe des Wochenendes summiert.

Das Trainingslager Wochenende, das von den Nationaltrainern Jan Birnstock, Andreas Lückmann und Thomas Rewig organisiert wurde, war hoffentlich ein weiterer wichtiger Schritt, um die Nationalmannschaft auf die internationalen Sprinteinsätze vorzubereiten und zu sehr guten Ergebnissen zu befähigen. Besonderer Dank soll an dieser Stelle noch an Joachim Gerhardt, Andrej Olunczek und Wieland Kundisch gehen, ohne deren tatkräftige Unterstützung dieses Wochenende so nicht möglich gewesen wäre. Das nächste Sprintwochenende der Nationalmannschaft findet Ende Mai in Lübbecke statt und soll die gewonnenen Erkenntnisse dieses Wochenendes erweitern und festigen.


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Autor: Thomas Rewig
Eingestellt am 12.03.2013

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