Orientierungslauf in Deutschland


Staffelmeisterschaften mit Erfolgen für Favoriten und Überraschungssiegern

Es wird oft davon gesprochen, dass gerade für Staffeln eigene Gesetze gelten und Favoriten bei solchen Wettbewerben oft Mühe haben, ihrer Rolle gerecht zu werden. Dass dies nur eine vage Vermutung ist, zeigten die Deutschen Staffelmeisterschaften, die am vergangenen Wochenende auf dem Kuhberg bei Bad Kreuznach stattfanden: Sowohl Favoriten als auch Außenseiter nutzten ihre Chancen auf Medaillen und gute Platzierungen.

Die Sieger vom SSV Planeta Radebeul.
Die Sieger vom SSV Planeta Radebeul.  Foto: Veranstalter

Ihrer Favoritenrolle gerecht wurde in der Hauptklasse der Männer die Staffel von Planeta Radebeul mit Christoph Brandt, Robert Krüger und Christian Teich. Mit sehr guten Laufzeiten ausgeglichen laufend deklassierten sie mit mehr als 13 Minuten Vorsprung das restliche Feld. Die Silbermedaillen gingen an die Herren von Post SV Dresden. Bronze sicherte sich die erste Mannschaft des USV TU Dresden, so dass nur Läufer aus Sachsen auf dem Siegerpodest standen. Die Titelverteidiger aus Ilmenau mussten sich trotz einer fulminanten Aufholjagd ihres Schlussläufers Bjarne Friedrichs hinter der zweiten Mannschaft des USV TU Dresden mit dem fünften Rang begnügen.

Deutlich enger war die Entscheidung bei den Damen, bei denen die ersten drei Teams das Rennen lange offen gestalten konnten. Schließlich setzte sich die Staffel des SV Mietraching mit Birgit Kern, Maria Lange und Anna Biller durch. Die Vorjahressiegerinnen des USV TU Dresden wurden um 15 Sekunden von den Damen der Gundelfinger Turnerschaft, die die Silbermedaille erringen konnten, auf Platz drei verwiesen.

Der SV Mietraching gewinnt die Damenstaffel.
Der SV Mietraching gewinnt die Damenstaffel.  Foto: Veranstalter

Gute Erfolge zeigt die beachtenswerte Nachwuchsarbeit der OLG Regensburg: Sowohl der Titel der Damen 14 als auch der Herren 14 ging nach Bayern.

Der Weltranglistenlauf und Bundesranglistenlauf am Sonntag wurde als Mitteldistanz ausgetragen. Die vergleichsweise kurzen Strecken motivierten, in den Eliteklassen zu laufen, so dass dort erfreulich große Starterfelder zu verzeichnen waren. Siegerin bei den Damen wurde Meike Jäger von der Gundelfinger Turnerschaft vor Anna Biller aus dem bayrischen Mietraching. Nur 8 Sekunden länger brauchte Karin Schmalfeld vom BSV Halle-Ammendorf. Der letzte Starter der Eliteklasse, Sören Lösch, hatte bereits am Samstag als Schlussläufer des USV Jena seine Stärke beweisen. Er siegte mit mehr als einer Minute Vorsprung vor Robert Krüger und Christian Teich, beide von Planeta Radebeul. Den vierten Rang vergab Christoph Brandt vom gleichen Verein, der zwischen Schlussposten und Ziel noch von Wieland Kundisch (USV TU Dresden) abgefangen wurde.

Dem OLF Mainz gelang es an beiden Tagen, gute Wettkämpfe zu organisieren. Durch die anspruchsvolle Bahnlegung wurden lange Laufpassagen auf Wegen weitgehend vermieden und mit Kratzern durch Brombeergestrüpp muss man eben leben. Auch die ideal gelegene Zielwiese und nicht zuletzt das gute Wetter trugen zu einer gelungenen Veranstaltung bei. Nicht vergessen darf man die beiden Sprecher, die stets spannend, umfassend und abwechslungsreich informierten.

Abgerundet wurde das Wochenende mit einem Nachtsprint am Freitag in Wiesbaden, der als guter Auftakt zum Warmlaufen diente.

Am Wochenende war Biss gefordert.
Am Wochenende war Biss gefordert.  Foto: Fred Härtelt

Ergebnisse


Deutsche Meisterschaften Staffel

Damen-Elite

1. SV Mietraching (Kern, Lange, Biller)			2:03:31 
2. Gundelfinger Turnerschaft (Murmann, Pfleger, Jager) 2:06:20
3. USV TU Dresden (Nieke, Eckardt, Reinhardt) 2:06:35


Herren-Elite

1. Planeta Radebeul (Brandt, Krüger, Teich)			2:25:34 
2. Post SV Dresden (Burghardt, Leibiger, Kretzschmar) 2:39:07
3. USV TU Dresden (Leideck, Caics, Kundisch) 2:40:04


Bundesranglistenlauf Mitteldistanz

Damen-Elite

1. Meike Jaeger		Gundelfinger Turnerschraft	43:41 min
2. Anna Biller SV Mietraching 44:18 min
3. Karin Schmalfeld BSV Halle-Ammendorf 44:26 min


Herren-Elite

1. Sören Lösch		USV Jena			43:08 min
2. Robert Krüger Planeta Radebeul 44:20 min
3. Christian Teich Planeta Radebeul 45:53 min


Mehr:
Homepage Veranstalter DM-Staffel & BRL
Homepage Veranstalter DPT Sprint

Autor: Hans Joachim Bader  (Team für Öffentlichkeitsarbeit)
Eingestellt am 17.09.2012

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