Orientierungslauf in Deutschland


Ultra-Langdistanz beim Weltcup

Um das Beste vorweg zu nehmen, alle deutschen Läufer und Läuferinnen konnten sich heute über die ganze Strecke kämpfen und wurden mit Weltcuppunkten belohnt. Wirklich eindrucksvoll ist die Leistung von Ingo Horst wieder einmal hervorzuheben. In einer mit 14 Läufern besetzten Spitzengruppe konnte er sich lange behaupten und belegt zum Ende hin einen sensationellen 13. Platz! Beste deutsche Damen waren Karin Schmalfeld auf den 23. Platz, 10 Sekunden vor Anke Xylander auf dem 24. Platz!

Alleine die Streckenlängen hätten viele ?Normalläufer? davon abgehalten, diesen Wettkampf überhaupt anzutreten, wenn doch, dann nur mit entsprechender Verpflegung. 27,5km mit über 1000Hm bei den Herren, 17,2km mit über 800Hm bei den Damen und das bei ständigem Gegnerkontakt, da diese Distanz heute mit einem Massenstart durchgeführt wurde. Viel Geld bei den Wettbüros bekommt man wohl nicht mehr, wenn man bei den Damen auf einen Sieg von Simone Luder tippt. Recht schnell setzte sich eine 5er-Gruppe vom Feld ab. Aus dieser Gruppe entschied sich erst zum Ziel hin die Siegerin. Simone Luder (SUI) konnte mit 4 Sekunden Vorsprung (1:49:20 Stunden) ihren nächsten Sieg auf der Habenseite verbuchen. Zweite wurde Hanne Staff (NOR) vor Katarina Allberg (SWE). Weitere 18 Weltcuppunkte gibt es für Karin Schmalfeld auf dem 23. Platz. Sie benötigte für diese harte Distanz nach den vielen Weltcupläufen 2:02:19 Stunden. Nur 10 Sekunden dahinter und 17 Weltcuppunkte für Anke Xylander, die damit ein sehr starkes Rennen lief. Den 37. Platz und 4 Weltcuppunkte für Meike Jäger mit einer Zeit von 2:10:08 Stunden.

Bei den Herren zeigte sich schon zur Hälfte des Rennens, dass die Siegesserie von Pasi Ikonen (FIN) nicht fortgesetzt werden würde. Eine Verletzung am linken Bein zwang ihn zur Aufgabe. So war der Weg frei für Mattias Karlsson (SWE), der vom schwedischen Team extra nur für dieses Rennen aufgestellt wurde und das anscheinend zu Recht. Wesentlich frischer setzte er sich zum Ziel hin aus der Führungsgruppe ab und siegte mit 5 Sekunden Vorsprung in einer Zeit von 2:22:58 Stunden. Auf Platz zwei der starke Norweger Holger Hott Johansen, der über die ganzen Weltcupläufe immer mit vorne war und sich dort etabliert hat. Auf Platz drei, nur weitere zwei Sekunden zurück, die französische Überraschung. Schon in der Staffel sehr stark gelaufen kam hier Francois Gonon mit auf das Treppchen. Wie schon beschrieben konnte Ingo zum Ende hin nicht den direkten Kontakt halten, aber wer will es ihm verdenken. Ein wahnsinniger 13. Platz in 2:24:47 Stunden. Einen richtigen Zielspurt lieferten sich Hendrik Lapp und Peter Legat um den 36. Platz, den Hendrik um eine Sekunde für sich entscheiden konnte. Das macht 5 bzw. 4 Weltcuppunkte bei einer Laufzeit von 2:43:25 Stunden.


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Eindrucksvolle Bilder!!

Autor: Tobias Wolf
Eingestellt am 07.07.2002

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