Orientierungslauf in Deutschland


Langdistanz ohne deutsche Finalbeteiligung

Trotz eines typisch mitteleuropäischen Laufgeländes konnte kein deutscher Nationalläufer in das Finale der Langdistanz einziehen. Mit Platzierungen zwischen dem 21. und 26. Rang wurde die Qualifikation bei den Weltmeisterschaften in der Schweiz deutlich verpasst. Die Ursachen dafür sind individuell verschieden.

Sören Lösch in der Qualfikation über die Langdistanz.
Sören Lösch in der Qualfikation über die Langdistanz.  Foto: Fred Härtelt

Die Leistung von Sören Lösch (USV Jena) ließ die Betreuer und Fans lange auf eine Finalteilnahme hoffen – auch weil viele starke Läufer in seinem Vorlauf erst relativ spät starteten. Letztlich fehlten aber 3:48 min auf den rettenden 15. Rang. Die Analyse nach dem Lauf offenbarte einen größeren Fehler und mehrere Ungenauigkeiten. Ein nach eigener Aussage „durchschnittlicher Lauf“ reichte an diesem Tag einfach nicht für den Einzug in das Finale.

Auch Sieglinde Kundisch (USV TU Dresden) zeigte einen durchwachsenen Lauf, baute im Rennen gleich am Anfang einen Fehler ein. Mit dem 21. Rang verpasste die einzige deutsche Starterin an diesem Tag das Finale der besten 45 Läufer der Welt.

Bjarne Friedrichs mit deutlichem Rückstand zu einem Qualifikationsplatz.
Bjarne Friedrichs mit deutlichem Rückstand zu einem Qualifikationsplatz.  Foto: Fred Härtelt

Klar und deutlich an einer Finalqualifikation vorbei liefen Bjarne Friedrichs (MTV Seesen) und Christoph Brandt (SSV Planeta Radebeul). Für das Laufgelände fehlte beiden an diesem Tag die notwendige Geschwindigkeit und Kraft. Gespickt war das relativ schnelle Laufgelände auf der Karte „Biere“ in Ballens mit Dickichten und Bereichen, die starken Unterbewuchs aufwiesen. In diesen Teilstücken war ein gewisser Biss gefordert, den beide nicht bis zum Ende hatten. Nach vielen Quergängen im Wettkampf kam vor allem Christoph Brandt sichtlich gezeichnet ins Ziel.

Spuren hinterließen zum Qualifikationslauf über die Langdistanz auch die Wetterkapriolen. Warme und sonnige Abschnitte wechselten im Wettkampfgebiet westlich von Lausanne mit regnerischen und kalten Perioden. Passend dazu gaben die Helfer der Armee nach dem Ende des Rennens den Klassiker „Ab in den Süden“ zum Besten.

Am Montag werden die Qualifikationsläufe über die Mitteldistanz ausgetragen. Dann werden die Karten neu gemischt. Das deutsche Team zeigt sich zuversichtlich.

Sieglinde Kundisch lief als einzige deutsche Starterin beim Qualifikationsrennen.
Sieglinde Kundisch lief als einzige deutsche Starterin beim Qualifikationsrennen.  Foto: Fred Härtelt

Ergebnisse


Damen

Vorlauf C

1. Minna Kauppi		Finnland	49:34 min
15. Lea Vercelotti Frankreich 57:05 min
21. Sieglinde Kundisch Deutschland 61:07 min


Herren

Vorlauf A

1. Olav Lundanes		Norwegen	59:03 min
15. Nicolas Simon Frankreich 66:01 min
21. Sören Lösch Deutschland 69:49 min


Vorlauf B

1. Matthias Merz		Schweiz		59:22 min
15. Alession Tenani Italien 67:41 min
26. Christoph Brandt Deutschland 76:26 min


Vorlauf C

1. Edgar Bertuks		Lettland	58:13 min
15. Rasmus Thrane Hansen Dänemark 65:41 min
24. Bjarne Friedrichs Deutschland 74:25 min


Mehr:
Homepage Weltmeisterschaften 2012

Autor: Daniel Härtelt  (Team für Öffentlichkeitsarbeit)
Eingestellt am 15.07.2012

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