Orientierungslauf in Deutschland


Top 30 im Finale der Sprintdistanz

Das erste Ausrufezeichen bei den Weltmeisterschaften in der Schweiz setzte Alexander Lubina mit Platz 28 über die Sprintdistanz. Esther Doetsch lief auf Rang 40 und damit ebenfalls in die Weltcup-Punkte. Robert Krüger platzierte sich auf Rang 41 im Gesamtklassement. Die Gastgeber holten zum Auftakt der WM 4 von 6 Medaillen.

Alexander Lubina auf der Zielgerade bei der Sprintentscheidung in Lausanne.
Alexander Lubina auf der Zielgerade bei der Sprintentscheidung in Lausanne.  Foto: Fred Härtelt

Noch vor der offiziellen Eröffnungsveranstaltung am Abend in Lausanne bewiesen die Schweizer Gastgeber, dass sie Großes bei der Heim-WM geplant haben. In der Herrenentscheidung gingen alle Medaillen an die Eidgenossen. Die Damenkonkurrenz gewann wenig überraschend die Schweizer Ausnahmeläuferin Simon Niggli.

Die Analyse der deutschen Starter fiel direkt nach dem Rennen durchwachsen aus. Wirklich zufrieden war einzig der Bottroper Alexander Lubina, der auch am Nachmittag im Sprintgelände oberhalb des Hafenareals von Lausanne einen klaren Kopf behielt. Ähnlich wie viele weitere Läufer fühlte er sich während des Rennens nie wirklich sicher in Bezug auf die gewählten Routen. Bei der Analyse im Ziel zeigte sich aber, dass oft die richtige Entscheidung getroffen wurde. Der Radebeuler Robert Krüger konnte das im Zielgelände nicht behaupten, haderte auch mit mehreren Mikroroutenwahlen, welche einen stetigen Zeitverlust bedeuteten.

Esther Doetsch mit eisernem Willen auf dem Weg zum Ziel.
Esther Doetsch mit eisernem Willen auf dem Weg zum Ziel.  Foto: Fred Härtelt

Esther Doetsch ärgerte sich im Ziel über die Wahl der Route zum ersten Posten, die gleich zu Beginn des Rennens wertvolle Sekunden kostete. Zusammen mit der hinter ihr gestarteten Läuferin passierte die Bottroperin den Sichtposten. Ab dann wurde es für sie und die weiteren Teilnehmer der Sprintentscheidung noch einmal richtig hart. Zu den nächsten vier Posten ging es in der auf einem teilweise sehr steilen Hang gebauten Hafenstadt bergauf. Zum Ende des Rennens bestand die Anforderung darin, mit maximaler Geschwindigkeit die letzten Posten auf dem Weg zum Ziel sicher mitzunehmen. Im Zielgelände am Hafen warteten zahlreiche Zuschauer, die lautstark sämtliche einlaufenden Sprinter fair anfeuerten.

Ein Meer aus rot-weißen Fahnen war beim Einlauf der Schweizer Nationalläufer zu sehen. Den Medaillenregen für die Schweizer eröffnete Simone Niggli, die mit über 30 Sekunden Vorsprung die Damenkonkurrenz gewann. Als eine Stunde später in der Herrenentscheidung gleich alle drei gestarteten Eidgenossen untereinander den Kampf um die Goldmedaille ausmachten, glich die gut besetzte Arena am Hafen einem Tollhaus.

Simone Niggli sprintet zum ersten Titel der WM 2012.
Simone Niggli sprintet zum ersten Titel der WM 2012.  Foto: Fred Härtelt

Mit dem Wissen bisher drei Plätze im Finale erreicht zu haben, blickt die deutsche Mannschaft positiv in Richtung der kommenden Aufgaben. Am Sonntag startet ab 13 Uhr der Qualifikationslauf über die Langdistanz. Robert Krüger und Alexander Lubina treten nach ihren einzigen beiden Starts zur WM vorher die Heimreise an.


Ergebnisse



Damen

1. Simone Niggli	Schweiz		15:43.7 min
2. Maja Alm Dänemark 16.20.2 min
3. Annika Billstam Schweden 16:28.0 min
40. Esther Doetsch Deutschland 20:03.7 min


Herren

1. Matthias Kyburz	Schweiz		15:32.0 min
2. Matthias Merz Schweiz 15:49.5 min
3. Matthias Müller Schweiz 15:59.0 min
28. Alexander Lubina Deutschland 17:37.4 min
41. Robert Krüger Deutschland 18:11.0 min


Mehr:
Homepage Weltmeisterschaften 2012

Autor: Daniel Härtelt  (Team für Öffentlichkeitsarbeit)
Eingestellt am 14.07.2012

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