Orientierungslauf in Deutschland


Langdistanz JWM – Fehler klein halten höchstes Gebot

Das von der Vegetation 3-gliedrige Karstgelände – Hochwald, offene Flächen und Dickichte – forderte die Junioren besonders o-technisch, aber natürlich auch kräftemäßig. Susen Lösch und Christoph Prunsche schafften diesmal die angestrebten Plätze unter die besten 30, kämpften sich sogar in die Top 25. Gerade die Jenenserin lag zwischenzeitlich noch besser. Weltmeister wurden Kirsi Nurmi (FIN) und Eskil Kinneberg (NOR).

Christoph Prunsche im Zieleinlauf
Christoph Prunsche im Zieleinlauf  Foto: Betreuer JWM-Team

Zeitiges Aufstehen war angesagt, um das 80 km entfernte Laufgebiet der Langstrecke und die Quarantäne zu erreichen. Während beim Sprint durch vergleichsweise und typisch recht einfachen Kurs die Zeitabstände dicht lagen, wurde auf der Lang viel an O-Fähigkeiten abverlangt und büßten auch Favoriten massiv Zeit ein.

Susen Lösch orientierte in weiten Teilen des Langdistanzrennens extrem gut. Sie war nach der Hälfte der Strecke unterwegs mit guten Chancen auf das Podium, wenn nicht sogar eine Medaille. Dann aber machte sie einen großen Fehler zu Posten 8 und verlor auf dieser Verbindung auf die Spitze 8:44 min. So wurde es ein Platz in den Top 30. Susen ist natürlich sehr unglücklich über ihren laut O-Ton "Anfängerfehler". Anderen passierte noch ärgeres: Die Vortagesgewinnerin Tove Alexandersson hatte bereits 5 Minuten Vorsprung herausgelaufen, bevor sie auf dem Weg zu Posten 10 über eine Viertelstunde verschenkte und damit am heutigen Tage leer ausging.
Anna Biller machte zahlreichere Fehler, was auch dem sehr schwierigem Gelände geschuldet war, konnte aber ihre Platzierung im Vergleich zum Sprint deutlich verbessern.
Auf das Karstgelände nicht vorbereitet schonte sich Corinna Nieke wie geplant für Mittel und Staffel.

Christoph Prunsche lieferte erneut einen sehr guten Lauf – mit nur(!) 3 bis 4 Minuten Fehler und kommentierte: „Man musste die ganze Zeit um den nächsten Posten kämpfen.“
Trotz einiger Fehler auch recht zufrieden mit seinem Lauf zeigte sich Florian Flechsig, der sich in der Mitte der Ergebnisliste platzierte. Er sowie Anna mussten noch voll in der Hitze laufen, bevor der mehrstündige Gewittersturm einsetzte.

Bojan Blumenstein konnte wegen seiner beim Sprint zugezogenen Verletzung nicht starten. Die Stimmung im Team klingt dennoch gut.

Ergebnisse:

M20
1. Eskil Kinneberg Norwegen 69:46 min
2. Marius Thrane Odum Dänemark 71:43 min
3. Gleb Tikhonov Russland 72:26 min
23. Christoph Prunsche Deutschland 83:34 min
76. Florian Flechsig Deutschland 97:26 min

W20
1. Kirsi Nurmi Finnland 57:55 min
2. Frida Sandberg Schweden 60:26 min
3. Emily Kemp Kanada 60:54 min
24. Susen Lösch Deutschland 69:26 min
45. Anna Biller Deutschland 76:06 min


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Autor: Jan Birnstock und Wieland Kundisch
Eingestellt am 10.07.2012

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