Orientierungslauf in Deutschland


Doppelsieg zur Langdistanz der Senioren-WM

Auch bei der zweiten und letzten Entscheidung der Senioren-Weltmeisterschaft im Harz kann Deutschland zwei Goldmedaillen feiern. Monika Depta (OLG Siegerland) und Michael Finkenstädt (OLV Uslar) ließen in ihren Altersklassen der Konkurrenz keine Chance. Silber holten Käte Bernd (Post SV Chemnitz), Helmut Conrad (USV TU Dresden) und Nils Schmiedeberg (Turbine Neubrandenburg). Am Abend gehen die Senioren-Weltmeisterschaften 2012 zu Ende.

Monika Depta läuft ein überragendes Rennen in der D40.
Monika Depta läuft ein überragendes Rennen in der D40.  Foto: Daniel Härtelt

Überglücklich gab Monika Depta beim Siegerinterview im Ziel bekannt, dass sie den Sieg allen denjenigen widmet, die sie jahrelang in Deutschland unterstützt haben. Vor der überzeugenden Vorstellung in der Altersklasse D40 musste die Siegerländer Orientierungsläuferin aber ihre ganze Klasse zeigen. Zum Finale über die Langdistanz galt es, das Beste aus den ersten beiden Qualifikationsetappen abzurufen. In den steinigen Abschnitten musste technisch hochpräzise orientiert werden. Die läuferische Komponente zählte in anderen, offenen Teilen des Waldes. Auch die Fähigkeit große Anstiege überwinden zu können war im teilweise sehr steilen Gelände notwendig.

Genau das richtige Verhältnis zwischen Technik und Physis haben an diesem Tag auch Michael Finkenstädt und Nils Schmiedeberg gefunden. Am 13. Posten konnte der Uslarer Orientierungsläufer auf Schmiedeberg auflaufen. Ab dann kämpften sich beide gemeinsam über die Bahn der H45. Im Ziel analysierte der Neubrandenburger Silbermedaillengewinner, dass beide aufgrund des gemeinsamen Laufens noch einmal die letzten Prozente herausgeholt haben. Diese wenigen Prozente fehlten dem Titelverteidiger der H70 an diesem Tag zum Sieg. Helmut Conrad konnte sich im Zielgelände südlich von Bad Harzburg aber über eine Silbermedaille freuen.

Nils Schmiedeberg und Michael Finkenstädt feiern in der H45 Silber und Gold.
Nils Schmiedeberg und Michael Finkenstädt feiern in der H45 Silber und Gold.  Foto: Daniel Härtelt

Mindestens genauso viel Respekt, wie den Medaillengewinnern, ist vielen Seniorenstarten, allen voran den Altersklassen ab 80, zuzusprechen. Nicht nur das mehrere der älteren Altersklassen an diesem Tag den doch recht steilen Wiederaufstieg zum Zielgelände im Bergbauareal meistern mussten. Auch die Willenskraft in einem so betagten Alter noch mit Karte und Kompass im Wald oder der Stadt unterwegs zu sein, hat sehr viele Zuschauer sichtlich beeindruckt. Käte Bernd erlief als einzige deutsche Starterin in der D85 die Silbermedaille über die Langdistanz. Weitere Top 6 Platzierungen erreichten Ingo Horst (4. H35, TV Alsbach), Kerstin Kahmann (6. D35, OFV Ostercappeln) sowie Cornelia Eckardt (6. D40 USV TU Dresden).

Kartenausschnitt H45
Kartenausschnitt H45  Foto: Veranstalter WMOC 2012

Mit der Closing Ceremony, einem Kulturprogramm inklusive Feuerwerk, gehen am Abend die Senioren-Weltmeisterschaften in Deutschland zu Ende. Der Präsident der Senioren-WM 2012 Andre Kwiatkowski zog schon im Vorfeld eine überaus positive Bilanz, auch wenn die gesamte Veranstaltung einen extremen Planungsaufwand bedeutete. In Gesprächen mit Teilnehmern aus aller Welt waren immer wieder die Wörter „deutsche Perfektion“ zu hören. Geschätzt wurden aber auch viele kleine Details, wie z.B. der Massageservice oder das Rahmenprogramm. Zum Gelingen der Weltmeisterschaften trugen neben dem Kernstab aus 100 deutschen Orientierungsläufern zahlreiche Helfer aus der Region bei.


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Homepage Senioren-Weltmeisterschaften 2012

Autor: Daniel Härtelt  (Team für Öffentlichkeitsarbeit)
Eingestellt am 07.07.2012

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