Orientierungslauf in Deutschland


Zweite Bronzemedaille zur JEM über die Langdistanz

Die nach Frankreich ausgesandten deutschen Nachwuchsläufer bewiesen beim heutigen Europameisterschaftslauf über die Langdistanz, dass der gestrige erfolgreiche Tag kein Zufall war und dass sie durchaus in der Lage sind, international im Nachwuchsbereich mitzuhalten. Die gesamte Auswahl bot vorzeigbare Leistungen im zumeist ruppigen, sumpfigen Wald, der zudem mit vielen harten Anstiegen gespickt war.

Hanna Müller strahlend im Ziel.
Hanna Müller strahlend im Ziel.  Foto: Thomas Rewig

Hanna Müller (TV Kippenheim) holte auch im zweiten Einzelrennen eine Bronzemedaille! Die in der Schweiz lebende Auswahlläuferin war nach ihrem gestrigen Erfolg einigem Druck ausgesetzt. Nicht zuletzt auch deswegen, da sie zu den Auserwählten zählte, die man live in der GPS-Übertragung verfolgen konnte. Zudem durfte sie auch erst als letzte Starterin der W16 den Kampf aufnehmen. Trotz leichter Erkältung und Husten gelang ihr ein starker Lauf.

Dorothea Müller (Post Dresden) verbesserte ihr Resultat vom Sprint um 11 Plätze, kam damit in die Top20 der D16. Leonore Winkler (USV Jena) fing ihr Rennen mit einer ähnlich starken Leistung wie am Vortag an. Der Jenenserin fiel es im Laufe des Rennens aber zunehmend schwerer die steilen, fordernden Berge zu erklimmen. Trotz allem platzierte sie sich mit ihrem Lauf souverän in der ersten Hälfte des Starterfeldes und fast 15 Plätze vor ihrer letztjährigen JEM-Platzierung.

Der Däne Mikkel Aaen zeigte nach seinem suboptimalen gestrigen Sprint nun doch wieder eine überaus dominante Leistung in der H16 und holte Gold. Der Rennverlauf von Mark Otto (Kaulsdorfer OLV) glich dem Vortag. Nachdem er am zweiten Radioposten lange die Führung hielt, fiel er trotz eines größeren Fehlers auf einen immer noch sehr guten neunten Rang zurück.

Moritz Döllgast nach der Langdistanz zur JEM.
Moritz Döllgast nach der Langdistanz zur JEM.  Foto: Thomas Rewig

Theresa Flechsig (USV TU Dresden) zeigte einmal mehr, wie stark sie in forderndem, hartem Gelände sein kann. Leider fehlte ihr aufgrund einer langwierigen Erkrankung in der Winterzeit die notwendige Vorbereitung und somit heute die Geschwindigkeit, um sich weiter vorn zu platzieren.

Moritz Döllgast fing sein Rennen mit einem groben Fehler an. Er rannte zum ersten Funkposten mit über acht Minuten Rückstand auf die Spitze hinterher, zündete danach aber den Turbo, der immerhin zu Platz 35 reichte.

Morgen wollen vor allem die drei Mädels in der D16 zeigen, welch starke Truppe sie bilden.

Ergebnisse


W16

1. Angelika Maciejewska	Polen		37:23 min 
2. Anna Sticková Tschechien 39:48 min
3. Hanna Müller Deutschland 40:09 min
16. Dorothea Müller Deutschland 47:04 min
33. Leonore Winkler Deutschland 50:33 min



M16

1. Mikkel Aaen		Dänemark	45:04 min 
2. Arnaud Perrin Frankreich 48:40 min
3. Thomeas Knudsen Dänemark 48:52 min
9. Mark Otto Deutschland 52:33 min
48. Markus Grätsch Deutschland 65:41 min


W18

1. Viktoriia Sukharevska Ukraine	45:59 min
2. Gunvor Hov Hoydal Norwegen 46:33 min
3. Ellen Reinhard Schweiz 47:57 min
30. Theresa Flechsig Deutschland 58:36 min
45. Sabine Rothaug Deutschland 64:01 min


M18

1. Marek Minar		Tschechien	53:53 min 
2. Eeli Viholainen Finnland 55:12 min
3. Krzysztof Wolowczyk Polen 55:58 min
35. Moritz Döllgast Deutschland 63:25 min
69. Jan Felix Topp Deutschland 74:49 min


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Autor: Josef Neumann
Eingestellt am 30.06.2012

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