Orientierungslauf in Deutschland


Bundestagung wählt neues TK für zwei Jahre

Am Rande der DM Sprint kam am 2. Juni in Dortmund die Bundestagung zusammen. Diesem Gremium, dem neben dem TK je ein Vertreter der Landesturnverbände (meist der Landesfachwart) angehört, kommt die Aufgabe zu, Grundsatzfragen des Fachgebietes OL zu beraten sowie die Abstimmung und Festlegung der gemeinsamen Arbeitsschwerpunkte von TK und den einzelnen Ländern zu koordinieren. In diesem Jahr stand als weiterer wichtiger Punkt die Neuwahl des gesamten Technischen Komitees auf der Tagesordnung.

Orientierungslauf-Logo des Deutschen Turnerbundes
Orientierungslauf-Logo des Deutschen Turnerbundes

Der Einladung des TK-Vorsitzenden Achim Bader zur Bundestagung 2012 waren mit den Vertretern aus Bayern, Berlin, Hessen, Niedersachsen, Rheinhessen, Rheinland, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schwaben, Thüringen und Westfalen 12 von 20 Landesverbänden gefolgt.

Zu Beginn gaben die TK-Mitglieder die Berichte über ihre Arbeitsschwerpunkte seit der letzten Bundestagung. Zum Inhalt dieser Tätigkeitsübersichten sei auf das demnächst veröffentlichte Protokoll der Bundestagung verwiesen.

Die noch amtierenden TK-Mitglieder informierten die Bundestagung zusätzlich über bereits geplante Lehrgänge: 31.08.12 Workshop Schul-OL (Mietraching), 09. - 11.11.12 Kartenkurs (Mainz), 18. - 20.01.13 TD-Schulung (Dresden) sowie die B-Trainer Ausbildung ab November 2012.

Joachim Gerhardt, vom TK im vergangenen November mit der Betreuung der Finanzen betraut, gab einen Überblick über den Abschluss des Jahres 2011 sowie über die finanzielle Situation des aktuellen Jahres.

Bei der anschließenden Wahl, bei der nach neuer DTB-Regelung alle TK-Positionen durch die anwesenden Vertreter der Landesturnverbände gewählt werden mussten, wurde das neue Technische Komitee für die Dauer von zwei Jahren eingesetzt. Mit jeweils einstimmigem Votum setzt sich das TK OL wie folgt zusammen:

Vorsitz: Hans Joachim Bader (OLF Mainz)
Beauftragter für Aus- und Fortbildung: André Kwiatkowski (MTK Bad Harzburg)
Beauftragter für Wettkampf- und Kampfrichterwesen: Jan Müller (USV TU Dresden)
Beauftragter für Leistungs- und Nachwuchsförderung: Christian Gieseler (OLG Siegerland)
Beauftragter für Freizeitsport, Angebote für Ziel- und Altersgruppen, Schulsport: Uwe Dresel (SC Klecken)
Beauftragter für Kartenwesen, Umwelt- und Naturschutz: Steffen Lösch (USV Jena)
Beauftragter für Öffentlichkeitsarbeit: Daniel Härtelt (OLV Potsdam)
Beauftragter für Mountainbike-Orienteering: Steffen Liehr (gemäß Vereinbarung mit BDR, nicht gewählt)

Erfreulich ist die Tatsache, dass mit dieser Wahl erstmals seit langer Zeit wieder alle TK-Positionen besetzt sind. Uwe Dresel wechselt auf eigenen Wunsch vom Ressort Lehrwesen zum Beauftragten für Breitensport, da er durch seine beruflichen Tätigkeit einiges an Potential für die zukunftsfähige Weiterentwicklung des Orientierungslaufes sieht. In den letzten Monaten hatte er im Bereich Lehrwesen eine Arbeitsgruppe aufgebaut, die den neuen TK-Beauftragten dieses Ressorts, André Kwiatkowski, zukünftig unterstützen wird. Nach mehr als zwei Jahrzehnten im TK gibt Andreas Dresen seinen Posten als Beauftragter für das Kartenwesen ab. TK und Landesfachwarte danken Andreas für seine lange engagierte und sehr erfolgreiche Arbeit. Mit Steffen Lösch hat sich ein adäquater Nachfolger gefunden, welcher seit mehreren Jahren in der Arbeitsgruppe Wettkampfwesen sehr aktiv u.a. an den Fragen des Kartendrucks mitgewirkt hat. Auch Steffen hat bereits den Aufbau einer Expertengruppe ins Auge gefasst und seinen Amtsvorgänger bereits zur Mitarbeit gewinnen können.

Im weiteren Verlauf der Bundestagung wurde die unbedingt zu verbessernde Zusammenarbeit zwischen den Landesturnverbänden und dem TK diskutiert. Alle TK-Mitglieder bemängelten das oftmals geringe oder gänzlich ausbleibende Feedback auf an die Länder gerichtete Anfragen und Unterstützungsaufforderungen. Es bleibt zu hoffen, dass die am Samstag getroffenen Vereinbarungen lange Bestand haben. Im Gegenzug regte das TK an, die Länder zukünftig mit einem Newsletter per E-Mail regelmäßig über seine Arbeit zu informieren.

Im Hinblick auf die nach wie vor spärlich vorhandenen Bewerbungen um Bundesveranstaltungen wurde vorgeschlagen, potenzielle Ausrichter anhand der Mitgliederzahl und weiterer Kriterien aufzulisten und gezielt anzusprechen. Die Bildung von Arbeitsgemeinschaften mehrerer Vereine soll gefördert werden.

Abschließend wurden Voraussetzungen für die Gründung eines eigenen OL-Verbandes diskutiert. In diesem Zusammenhang berichtete Achim Bader über Sondierungsgespräche mit dem DOSB. Für die Gründung eines eigenen Verbandes sind auf Bundesebene mindestens 10.000 Mitglieder und die Vertretung in mindestens 10 Ländern erforderlich. Zur Vorbereitung eines derartigen Schritts sollen die OL-treibenden Personen in den Landesturnverbänden erfasst werden.


Autor: Jan Müller
Eingestellt am 07.06.2012

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