Orientierungslauf in Deutschland


Staffelsiege für Russland und die Schweiz

In einem spannenden Staffelrennen gingen am Sonntag die Europameisterschaften im schwedischen Falun zu Ende. Technisch anspruchsvolle Postenstandorte waren der Garant für zahlreiche Positionswechsel. Die erste deutsche Mannschaft beendete die Wettkampfwoche mit einer guten Leistung.

Staffellauf von Bjarne Friedrichs
Staffellauf von Bjarne Friedrichs  Foto: Jenny Warg

In der Abschlusstabelle mit allen gestarteten Teams reihte sich Deutschland 1 auf Rang 25 ein. Christoph Brandt (SSV Planeta Radebeul), Bjarne Friedrichs (MTV Seesen) und Sören Lösch (USV Jena) zeigten eine gute Performance und kamen ohne größere technische Fehler über die Bahn. Der läuferische Unterschied zur Spitze war aber auch in der Staffel unverkennbar. Die zweite deutsche Mannschaft mit Matthias Kretzschmar (Post SV Dresden), Paul Lützkendorf (OLV Weimar) und Wieland Kundisch (USV TU Dresden) erwischte keinen guten Start. Gleich auf der ersten Strecke unterlief Matthias Kretzschmar ein größerer Fehler. Die Mannschaftskameraden liefen anschließend mit konstanten Läufen im Rahmen ihrer Möglichkeiten.

Um die Medaillen kämpften auch an diesem Tag andere Nationen. Im Herrenrennen gelang dem 2. Team aus der Schweiz etwas überraschend der Sieg vor Schweden und Frankreich. Bitter für die Eidgenossen war an diesem Tag die Verletzung von Weltmeister Daniel Hubmann, für den der Start bei der kommenden WM damit in weite Ferne gerückt ist.

Wie anspruchsvoll die Bahnen zum Abschluss der Europameisterschaften waren, zeigt auch die Ergebnisliste der Frauen. Das erste Schweizer Team startete nach Überfliegerin Simone Niggli mit einer Minute Vorsprung auf die letzte Strecke. Dort gelang es Schlussläuferin Judith Wyder nicht, sofort den vierten Posten in einem Hang zu finden. Sie verlor mehrere Minuten und musste sechs weitere Mannschaften passieren lassen. Die Medaillen holten Russland vor Finnland und Schweden.

Das deutsche Team reist mit einer gemischten Bilanz zurück nach Deutschland. In der unerfahrenen Mannschaft konnten alle Läufer viele neue Erfahrungen sammeln. Der Einzug von Christoph Brandt in das A-Finale war eine starke Leistung und zeigt, dass auch deutsche Läufer in Skandinavien bestehen können. Das Ziel für kommende Titelkämpfe sollte sein, mehr Auswahlläufer in einem Endlauf zu platzieren. Bei den Europameisterschaften wurde mehrfach relativ knapp das A-Finale verpasst.

Ergebnisse Staffel, 19.05.



Damen

1. Russland (N. Efimova, S. Mironova, T. Ryabkina)		115:35 min
2. Finnland (S. Haajanen, M. Rantanen, M. Kauppi) 115:44 min
3. Schweden (A. Billstam, L. Strand, T. Alexandersson) 116:30 min


Herren (alle Mannschaften)

1. Schweiz (M. Hubmann, M.Müller, M. Kyburz)			113:43 min
2. Schweden (J. Leandersson, F. Johansson, A. Holmberg) 113:46 min
3. Frankreich (F. Tranchand, P. Adamski, F. Gonon) 113:55 min
25. Deutschland 1 (C. Brandt, B. Friedrichs, S. Lösch) 128:31 min
35. Deutschland 2 (M. Kretzschmar, P. Lützkendorf, W. Kundisch) 148:19 min


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Autor: Daniel Härtelt  (Team für Öffentlichkeitsarbeit)
Eingestellt am 21.05.2012

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