Orientierungslauf in Deutschland


1. Weltmeisterschaften der Mountain Bike Orientierer beginnt

Seit heute und bis zum 7. Juli laufen die ersten Weltmeisterschaften der Orientierer mit Fahrrad. Diese schnellste Variante des Orientierungssportes nahm in den letzten Jahren enormen Aufschwung, ein Ausdruck ist jetzt auch die erste WM im französischen Königssitz Fontainebleau. Die Deutsche Antje Bornhak gewann bereits den Gesamtweltcup 2001, doch die Konkurrenz wird zunehmend dichter und härter. Das deutsche Team besteht aus 4 Damen und 6 Herren. Insgesamt nehmen 27 Nationen von 4 Kontinenten teil mit 218 Sportlern.

Der heutige Prologe bestimmt die Startreihenfolge morgen über die klassische Distanz, wenn die ersten Medaillen vergeben werden. Es folgt am Freitag der Sprint und zum Abschluss die Staffelentscheidung.
Hier nimmt das deutsche Team erfreulich mit je einer Damen und Herrenstaffel, bestehend aus je 3 Mitgliedern teil. Erfreulich deshalb, weil es im deutschen Lager seit Jahren wieder einmal komplizierter zugeht als anderswo. Die Zuständigkeiten zwischen dem Radfahrerverband BDR und dem Turnerverband DTB können nicht befriedigend geklärt werden. Dabei geht es um Traditionen, um Geld – sehr wenig Geld natürlich – und um Startlizenzerteilungen.
International ist MTBO natürlich der International Orienteering Federation IOF angegliedert. Und so findet parallel zur WM auch der 21. IOF Kongress am Freitag statt.
Das deutsche Team muss natürlich wieder einmal alles privat bezahlen. Hotel für 270 Euro und 150 Euro Startgeld schmerzen da schon enorm, wenn man doch für die Ehre des Heimatlandes startet. Da geht es den startenden Chinesen besser.

Das Gelände der WM ist von vielen Wegen durchzogen und gut befahrbar und nicht zu steil und steinig. Bei Trockenheit ist mit einigen sandigen, behindernden Abschnitten zu rechnen. Gefahren wird auf Karten im Maßstab 1 : 20 000 in den Einzelrennen und 1 : 15 000 im Staffellauf. Ähnlich wie beim Ski-OL sind die Wege nach Befahrbarkeit mit einer grünen Signatur gekennzeichnet.
Als elektronisches Kontrollsystem kommt einmal mehr das Arnstädter System SPORTident zum Einsatz.
Wer Wege oder zugelassene offene Flächen verlässt, wird disqualifiziert.


Mehr:
1. WM MTBO im Netz

Autor: Lutz Spranger
Eingestellt am 03.07.2002

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