Orientierungslauf in Deutschland


Europameisterschaften in Schweden stehen bevor

Insgesamt 9 Aktive werden Deutschland in diesem Jahr bei den Europameisterschaften in Schweden vertreten und ab Montag in den Qualifikationsläufen um die Finalplätze kämpfen. Neben bekannten Gesichtern tragen auch EM-Neulinge und Rückkehrer das Nationaltrikot.

Paut Lützkendorf startet in Schweden für Deutschland.
Paut Lützkendorf startet in Schweden für Deutschland.  Foto: World of O

Zu den etablierten Läufern im Team zählen Christiane Tröße, Christoph Brandt, Sören Lösch und Bjarne Friedrichs. Matthias Kretzschmar, Paul Lützkendorf, Sieglinde und Wieland Kundisch sind im Erwachsenenbereich erstmals seit ihren Auftritten bei Junioren-WMs bei einer internationalen Meisterschaft dabei. Prominentester Rückkehrer der Auswahlmannschaft ist der Wahlschwede Leif Bader, der seit geraumer Zeit in Falun lebt.

Das Damenteam besteht mit Christiane und Sieglinde aus Läuferinnen, die inzwischen mehrere Jahre in Norwegen bzw. Schweden wohnen und somit wissen, wie man im Gelände um Falun und Mora laufen muss. Daher haben beide mit einem kontrollierten Lauf die Chance unter die besten 17 im Qualifikationslauf zu kommen, die sich für das Finale qualifizieren.

Für Leif Bader sind die Wettkämpfe ein Heimspiel. Dies bedeutet leider auch, dass er bei der Staffel nicht an den Start gehen kann, da er das Gelände zu gut kennt. Nicht erst bei seinem starken Lauf bei der Tiomila am vergangenen Wochenende hat er gezeigt, wie gut er in Form ist.

Christian Tröße zählt zum EM-Team.
Christian Tröße zählt zum EM-Team.  Foto: World of O

Ebenfalls recht gut vertraut mit dem Gelände ist Matthias Kretzschmar, der in den letzen Jahren immer wieder in Falun trainieren konnte und über den Winter eine sehr gute Vorbereitung absolviert hat. Für ihn geht es hauptsächlich darum, Erfahrungen und Routine für zukünftige Einsätze zu sammeln. Dasselbe gilt für Wieland Kundisch und Paul Lützkendorf. Sie haben mit guten Läufen im Frühjahr ihr Potenzial gezeigt. Wieland lies sein Können auch im vergangenen Jahr beim Weltcup in Liberec aufblitzen. Ein Platz im Finale wäre für alle drei ein Erfolg.

Bjarne Friedrichs, Christoph Brandt und Sören Lösch sind alle nicht optimal durch den Winter gekommen und werden zum Teil noch von den Folgen von Verletzungen und Erkrankungen geplagt. Für alle drei dient die EM als Standortbestimmung auf dem Weg zur Studenten-WM und zum Saisonhöhepunkt bei der WM in der Schweiz.

Nachdem es bei der letzen EM vor zwei Jahren in Bulgarien keinen deutschen A-Finalisten gab, soll dies in diesem Jahr wieder anders aussehen. Dies wird bei einer EM, bei der jedes Teilnehmerland sechs Starter pro Nation melden kann, kein leichtes Unterfangen. Das Ziel lautet, in jeder Disziplin mindestens einen Läufer ins Finale zu bringen. Im Finale wäre eine Top 20 Platzierung ein Erfolg.

Das Deutsche Team in der Übersicht:

Sieglinde Kundisch (TU Dresden),		Mittel, Sprint
Christiane Tröße (SV TU Illmenau), Mittel, Lang
Leif Bader (Post SV Dresden), Mittel, Lang
Christoph Brandt (SSV Planeta Radebeul), Mittel, Lang, Sprint, Staffel
Bjarne Friedrichs (MTV Seesen), Mittel, Lang, Staffel
Wieland Kundisch (TU Dresden), Lang, Sprint, Staffel
Matthias Kretzschmar (Post SV Dresden), Mittel, Lang, Staffel
Sören Lösch (USV Jena), Mittel, Lang, Staffel
Paul Lützkendorf (OLV Weimar), Mittel, Sprint, Staffel


EM-Progamm


Montag, 14.05. 10:00-13:00 Uhr, Qualifikation Mitteldistanz, Arena Hökberg
Dienstag, 15.05. 10:00-14:30 Uhr, Qualifikation Langdistanz, Arena Hökberg
Mittwoch, 16.05. 09:30-11:00 Uhr, Qualifikation Sprint Sprint, Arena Lugnet
Donnerstag, 17.05. 09:00-17:00 Uhr, Finale Mitteldistanz, Arena Skattungbyn
Freitag, 18.05. 08:30-16:30 Uhr, Finale Langdistanz, Skattungbyn
Samstag, 19.05. 13:30-17:00 Uhr, Finale Sprint, Arena Lugnet
Sonntag, 20.05. 11:00-16:30 Uhr, Staffel, Arena Lugnet


Mehr:
Homepage EM

Autor: Christian Gieseler
Eingestellt am 11.05.2012

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