Orientierungslauf in Deutschland


Genuss-OL in der Blockheide

In den Norden von Österreich reisten am vergangenen Wochenende über 750 Orientierungsläufer, vor allem aus Österreich und den angrenzenden Ländern. Als Belohnung für die teilweise stundenlangen Fahrtstrapazen warteten bestes Wetter und eines der anspruchsvollsten Wettkampfgelände in Österreich. Zum Teilnehmerfeld im Waldviertel bei Gmünd zählten auch deutsche National- und Anschlusskader.

Typische Felsformation in der Blockheide
Typische Felsformation in der Blockheide  Foto: Daniel Härtelt

Mit einem breiten Grinsen verließ Nationalläufer Christoph Brand am Sonntag das Wettkampfgelände in der Blockheide. Auch wenn der Radebeuler Orientierungsläufer am Samstag zu den österreichischen Meisterschaften über die Mitteldistanz aufgrund von anhaltenden Beschwerden in der Achillessehne vorzeitig die Segel streichen musste, war er sichtlich vom Gelände begeistert. Zahlreiche Stein- und Felsformationen und nicht wenig schwedisch anmutende Geländeabschnitte forderten von allen Teilnehmern im gesamten Rennen höchste Konzentration. Die Elitebahnen führten am Samstag ohne Gewöhnungsphase gleich quer durch den sehr spezifischen Wald. Dabei galt es die Geschwindigkeit im oft gut belaufbaren Gelände hochzuhalten, gleichzeitig unter Einsatz sämtlicher Orientierungstechniken nicht die Übersicht zu verlieren und den Posten exakt anzuorientieren. Aus dem erweiterten Kaderbereich starteten am Samstag Paul Lützkendorf (18. HE, OLV Weimar) und Josephine Greiner (14.DE, TSV Grünwald). Gegen die starke österreichische und tschechische Konkurrenz konnten beide an diesem Tag aber nichts ausrichten.

Kartenausschnitt der Herren-Elite am Samstag
Kartenausschnitt der Herren-Elite am Samstag

Am Sonntag führte das Rennen in einer verkürzten Langdistanz durch den nördlicheren Teil der Blockheide. Die technischen Anforderungen waren dieselben wie am Tag zuvor. Aufgrund der Erkenntnisse vom Vortag kamen viele Oler nun aber besser im Naturpark zurecht. Auch die Temperaturen waren durch die früheren Startzeiten noch nicht wie am Samstag über die 30° Grad Marke gestiegen. Christoph Brandt belegte als bester Deutscher mit etwas mehr als zwei Minuten Rückstand den fünften Rang. Paul Lützkendorf erreichte in der Endabrechnung Rang 10. Josephine Greiner beendete das Rennen auf Platz 13.

Die Veranstalter aus Wiener Neustadt boten über beide Tage zwei sehr gut organisierte Wettkämpfe in wunderschöner Landschaft. So passte auch die Siegehrung im Sonnenschein direkt nach den Läufen zum Gesamtpaket. Vor einem Problem waren aber auch die Organisatoren nicht gefeit: Kurz vor der Veranstaltung verweigerte ein Eigentümer die Überquerung seiner Wiesen. Das Problem konnte durch einige Sperrgebiete aber kurzfristig gelöst werden.


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Autor: Daniel Härtelt  (Team für Öffentlichkeitsarbeit)
Eingestellt am 02.05.2012

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