Orientierungslauf in Deutschland


Massenstart im großen Stil zur Ultralang

Die zweite Bundesveranstaltung der Saison steht bevor und fast 500 Teilnehmer wagen sich auf die ultralangen Strecken. Die Besonderheit wird wohl sein, dass alle Läufer am Sonnabend zu den Deutschen Bestenkämpfen gleichzeitig um 13.00 Uhr starten. Am Sonntag haben sich zum Bundesranglistenlauf über die Mitteldistanz nochmals 50 Wettkämpfer mehr angemeldet.

Wettkampfzentrum Wilhelmshöhe
Wettkampfzentrum Wilhelmshöhe  Foto: Detlev Friedrichs

Die Vorbereitungen für das kommende Wochenende laufen auf Hochtouren, denn mit solch hohen Meldezahlen haben die Ausrichter bei der Organisation ihrer ersten Bundesveranstaltung nicht gerechnet. Das kleine OL-Team vom MTV Seesen rund um die Familie Friedrichs bekommt dabei tatkräftige Unterstützung von erfahrenen OLern aus anderen niedersächsischen Vereinen und aus den Abteilungen des eigenen Vereins. Dieser feiert in diesem Jahr sein 150jähriges Bestehen. Im Rahmen dieses Jubiläums findet auch das OL-Wochenende statt.

An beiden Tagen erwartet die Teilnehmer auf der Wilhelmshöhe in Seesen ein wunderschön gelegenes Wettkampfzentrum oberhalb der Stadt. Im angrenzenden Wald gilt es in typischem mäßig steilem Harzrandgelände mit einem ausgeprägten Höhenrelief (250-490m ü. NN), einem dichten Wegenetz und einigen detailreichen Abschnitten die richtige Route zu finden. Die Belaufbarkeit ist dabei überwiegend gut.

Bild vom Laufgebiet
Bild vom Laufgebiet  Foto: Detlev Friedrichs

In der Herren-Elite trauen sich auf die schwere, ca. 20 Kilometer lange Strecke, 15 Starter. Am Ende würde Sören Lösch (USV Jena) sicher gerne als Erster über die Ziellinie laufen und damit seinen Titel aus dem Vorjahr verteidigen. Aber Alexander Lubina (DJK Adler Bottrop), Sebastian Bergmann (SV TU Ilmenau), Philipp Müller (Post SV Dresden) und einige andere haben da sicher etwas dagegen. Die WM-Sprintkandidaten Robert Krüger und Sören Riechers und der mit Verletzungsproblemen kämpfende Christoph Brandt werden nicht in die Entscheidung eingreifen.

Da Vorjahressiegerin Gunda Fischer in diesem Jahr nicht an den Start geht ist der Weg frei für eine neue Titelträgerin. Unter den 10 Damen, die sich auf die 13 Kilometer lange Strecke wagen, haben sicher Anne Heinemann (SV Robotron Dresden), Anna Reinhardt (USV TU Dresden) und Esther Doetsch (DJK Adler Bottrop) die besten Chancen.

Zum Bundesranglistenlauf über die Mitteldistanz reihen sich noch einige weitere Favoriten ein und versprechen einen spannenden Wettkampf.

So wie viele Läufer in den Seniorenklassen das Wochenende nutzen, um sich auf die Wettkämpfe der WMOC einzustimmen, testen die Veranstalter nochmals als Generalprobe einige Materialien, wie das Startzelt und die Funkposten.

Und wenn das Wetter jetzt auch noch auf der Seite der Veranstalter ist, dann steht spannenden Wettkämpfen nichts mehr im Wege.


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Autor: Jana Dettmer
Eingestellt am 19.04.2012

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