Orientierungslauf in Deutschland


CESOM 2012

CESOM? Das fragten wir uns auch beim Erhalt der Einladung für die Wettkämpfe am 31. März und 1. April, zumal diese aus Österreich kam und als Ziel ein kleines Örtchen in der Slowakei nahe der tschechischen Grenze fast im Dreiländereck zu Österreich angab.

Siegerehrung der H16
Siegerehrung der H16  Foto: Bernd Wollenberg

CESOM heißt im IOF-Kalender „Central European Spring Orienteering Meeting“ und entpuppte sich als ein 3-Etappen-OL an zwei Tagen. Sonnabendvormittag Mittelstrecke (zugleich Weltranglistenlauf), Nachmittags dann ein „Dorfsprint“ und am Sonntag eine Langdistanz.

Austragungsort des ganzen war Borsko Mikuláši in der Nähe von Senica, etwa 100 km nordwestlich von Bratislava und nur 20 km von der tschechischen Grenze entfernt. Der Geländetyp war als fein kupiert mit einigen Sümpfen und Bachläufen angegeben – hierzulande mit der Mark Brandenburg vergleichbar. Das Geläuf war überwiegend sehr guter offener Kiefernwald, ca. 30 % davon allerdings mit diversen Brombeerranken überwuchert. Leider waren Ende März die schmackhaften Beeren noch nicht zu finden, dafür jedoch ein eisiger Wind und sogar einige Graupelschauer.

Kartenausschnitt vom Wettkampf
Kartenausschnitt vom Wettkampf

Unter den über 500 angereisten OL´ern waren neben starken Österreichern, Tschechen, Slowaken und Ungarn auch ganze drei Deutsche – nämlich wir Berliner – und einige Kroaten, Polen und Rumänen. Die überschnellen Bahnen erforderten trotz des offenen Waldes eine hohe Konzentration. Die Posten standen sehr dicht, einige Male wohl sogar innerhalb von 20 m. Da es aber einen IOF-Advisor gab und trotz diverser Fehlstempel keinen einzigen Protest dazu, war es wohl OK so.

Da auch die ausgesprochene Freundlichkeit ihr Übriges tat, reisten letztendlich alle wieder heimwärts mit dem Gefühl, ein nettes OL-Wochenende erlebt zu haben – speziell wir drei deutschen Vertreter auch noch einigermaßen erfolgreich, holte sich doch unsere Neuberlinerin Cecilia Matasi (Berliner TSC) ihre ersten Weltranglistenpunkte (711) und in der D21E nach den 3 Etappen einen 13.Platz.

Sebastian Fleiß (Berliner TSC) erreichte in der H 16 gegen etliche Jugendkader einen ausgezeichneten 2.Platz. Gleiches gelang überraschend auch Bernd Wollenberg (Berliner SC Siemensstadt) in der H 60, weil seine Österreicher Konkurrenten „fehl stempelten“.

Merke: ein OL ist eben erst auf der Ziellinie zu Ende.


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Ergebnisse Wettkampf

Autor: Bernd Wollenberg
Eingestellt am 05.04.2012

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