Orientierungslauf in Deutschland


Programm der Weltmeisterschaften zunächst unverändert

Bereits seit längerer Zeit wurde in der IOF eine Änderung des derzeitigen Programms der Weltmeisterschaften diskutiert. Der von einer Kommission erarbeitete und schließlich vom Präsidium der IOF vorgeschlagene Modus sollte - wie weitgehend bekannt - einen Sprint mit vorhergehender Qualifikation, eine Mixed-Sprintstaffel, ein Mitteldistanzrennen (Qualifikation und anschließender Jagdstart) sowie eine Staffel und die Langdistanz umfassen.

Staffelentscheidung WM 2011
Staffelentscheidung WM 2011  Foto: Fred Härtelt

Bei vielen Nationen und bei internationalen Spitzenläufern stieß der Vorschlag auf wenig positive Resonanz. Schließlich sah sich das Präsidium der IOF einem so hohen Druck ausgesetzt, dass die Mitgliedsverbände um Stellungnahme gebeten wurden. 19 Antworten gingen ein, die mehr oder minder ausführlich den bestehenden Vorschlag ablehnten und Gegenvorschläge unterbreiteten. Tendenziell scheint man sich mit Weltmeisterschaften anzufreunden, bei denen sich ein „klassisches“ und eine „urbanes“ Programm – letzteres mit Schwerpunkt auf kurzen und Sprintdistanzen – abwechseln. Auch haben große und kleine OL-Nationen durchaus unterschiedliche Vorstellungen. Die Gefahr, durch den Qualifikationsmodus nur noch eingeschränkte Möglichkeiten zu haben, Athleten bei Weltmeisterschaften starten zu lassen, sehen vor allem die weniger leistungsstarken Nationen.

Immerhin haben die Einsprüche etwas genutzt. Nach neuestem Beschluss des IOF-Präsidiums bleibt das WM-Programm zunächst unverändert. An einer zukunftsweisenden Lösung soll aber weiter gearbeitet werden. Es bleibt also spannend.


Mehr:
Stellungnahme IOF

Autor: Hans Joachim Bader  (Team für Öffentlichkeitsarbeit)
Eingestellt am 06.02.2012

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