Orientierungslauf in Deutschland


Das Herren-Team ist noch jünger geworden…

… und trotzdem soll es 2012 wieder Weltcup-Punkte für deutsche Herren geben.
Dafür sorgen wollen die zwei Sprintspezialisten Sören Riechers und Robert Krüger, der Frankreich-WM-Finalist Bjarne Friedrichs und Christoph Brandt, der sich im Wald und beim Sprint wohl fühlt.

Bjarne Friedrichs ist auch 2012 im Nationalteam.
Bjarne Friedrichs ist auch 2012 im Nationalteam.  Foto: Daniel Härtelt

Sören Lösch hat den Sprung in den B-Kader leider noch nicht geschafft, wird aber nachnominiert, sobald er die geforderte 5000m-Norm erreicht hat. Immerhin hat er das Frühjahr in Deutschland dominiert und bei der WM das Langdistanz-Finale um nur einen Platz verpasst.

Aber auch die Läufer aus der Infogruppe werden 2012 (wieder) in das internationale Geschehen eingreifen. So wird Alexander Lubina vor allem die Sprintgruppe verstärken, Torben Wendler nach einem erfolgreichen und motivierenden Jahr in Norwegen auch wieder auf dem internationalen Parkett angreifen, Philipp Müller nach seiner Asien-Radtour hoffentlich zu alter Stärke zurückfinden und Paul Lützkendorf sich weiter steigern und endlich richtig angreifen.

Ebenfalls kann man nicht ausschließen, dass plötzlich Leif Bader, Patrick Hofmeister und Christian Teich an der Startlinie zu den Sichtungs- und Qualifikationsläufen stehen. Die drei ehemaligen EM- und WM-Starter haben sich nicht für den Nationalkader beworben, weil ungewiss ist, inwieweit sich Familie und Berufsleben mit den Anforderungen des Leistungssports im nächsten Jahr vereinbaren lassen werden.

Sören Riechers möchte nächstes Jahr angreifen.
Sören Riechers möchte nächstes Jahr angreifen.  Foto: Fred Härtelt

Herrentrainer Andreas Lückmann möchte die 2011 begonnene Spezialisierung einzelner Läufer auf den Sprint bzw. die Walddisziplinen fortsetzen. Ebenso soll weiterhin großen Wert auf die Entwicklung der läuferischen Fähigkeiten gelegt werden.

Auf dem Programm stehen 2012 vor allem die Europameisterschaft in Schweden und die Weltmeisterschaft in der Schweiz. Diese beiden Wettkampfwochen zu bestreiten und vorzubereiten ist allein schon eine Herausforderung. Dazu kommt aber noch eine zweite Weltmeisterschaft, bei der mehr als die Hälfte des Herrenkaders starten möchte: die Studenten-WM in Spanien eine Woche vor dem Jahreshöhepunkt in der Schweiz.

Die Kader 2012 im Einzelnen:


Sören Riechers

Sören hatte 2011 sein bisher erfolgreichstes Elitejahr und mit der WM-Teilnahme und dem leider sehr knapp verpassten Sprintfinale den Jahreshöhepunkt. Daraus aber auch die größte Motivation für die kommende Saison, um vor allem bei der Studenten-WM in Spanien und der WM in der Schweiz gute Leistungen zu zeigen. Das Training soll 2012 weiter intensiviert und gesteigert werden.

Christoph Brandt möchte 2012 international an die nationalen Leistungen anknüpfen.
Christoph Brandt möchte 2012 international an die nationalen Leistungen anknüpfen.  Foto: TV Coburg-Neuses

Bjarne Friedrichs

Das Küken im Herrenteam, aber auch der Läufer mit dem größten Erfolg in seinem ersten Elitejahr – Finale auf der WM-Langdistanz.
Dabei war die Vorbereitung auf die WM von einer Verletzung behindert, aber 3 Trainingslager im WM-Gelände haben für die nötige Sicherheit und Einstellung für eines der anspruchsvollsten Gelände gesorgt. Auch das Lauftraining mit der Trainingsgruppe der LG Göttingen hat zu dem Leistungsschub beigetragen.
Im nächsten Jahr hat Bjarne die EM, die Studenten-WM und die WM auf dem Plan, muss aber sehen, ob das trainingstechnisch und zeitlich machbar ist.

Robert Krüger

Hat 2011 seinen Trainingsumfang auf Grund von vielen Verletzungen in 2010 sehr dosiert gesteigert, gute Trainingsbedingungen und Trainingspartner in der Laufgruppe des Dresdner Sportclubs gefunden und dadurch sein Laufvermögen deutlich verbessert. Die Konzentration auf den Sprint, Sprint-Intervalle und Volksläufe haben Robert mit einem nicht optimalen Lauf dicht an den Finalplatz bei der WM gebracht. Das Ziel für 2012 sind gute Finalläufe bei EM und WM.

Christoph Brandt

Hat national mit seinem ersten Meistertitel in seinem zweiten Männerjahr sein Ziel erreicht, aber international vor allem seine eigenen Erwartungen nicht erfüllt. Zwei Trainingslager im WM-Gelände haben dazu beigetragen, dass Christoph bei der WM gute Leistungen gezeigt hat, aber damit leider kein Finale erreicht – das ist aber 2012 das Ziel.


Autor: Andreas Lückmann
Eingestellt am 21.11.2011

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