Orientierungslauf in Deutschland


WM Countdown beginnt

In einer Woche wird das deutsche WM-Team in Frankreich schon die ersten Trainingseinheiten unter Meisterschaftsform absolviert haben. Im Vorfeld der Weltmeisterschaften vom 10. bis zum 20. August sind die Ziele aller Teilnehmer klar definiert. Da Deutschland auch dieses Jahr wieder ein sehr junges Team stellt, sind exakte Platzierungen im Vorfeld allerdings schwer zu benennen. Nicht nur das Ausrufezeichen von Bjarne Friedrichs in Slowenien zuletzt bei der Vorbereitung auf die WM zeigte, dass die deutschen Nationalläufer in der Lage sind, sehr gute Leistungen punktgenau abzurufen.

Christoph Brandt bei der WM in Trondheim 2010
Christoph Brandt bei der WM in Trondheim 2010  Foto: Daniel Härtelt

Keiner der WM-Starter fährt ohne die Aussicht auf das Erreichen eines A-Finale in die französischen Westalpen. Aufgrund des hohen technischen Anspruches des Geländes kann dies einfacher oder schwerer als in Trondheim 2010 sein. Nicht wenige potenzielle Favoriten klagten bei Trainingseinheiten im Vorfeld über teilweise komplett missratene Läufe. Bei technisch sauberen Läufen besteht demnach eine nicht unrealistische Chance auf eine gute Platzierung.

Alle deutschen Teilnehmer haben zahlreiche Trainingsstunden in der Umgebung des WM-Geländes in den Beinen. Die Sprintentscheidung laufen im Herrenbereich Sören Riechers und Robert Krüger, bei den Damen Anna Biller und Christiane Tröße. Sören und Robert haben sich im Vorfeld ausschließlich auf den Sprintwettkampf vorbereitet. Die Laufform ist daher zielgerichtet aufgebaut.

Sören Riechers startet 2011 über die Sprintdistanz
Sören Riechers startet 2011 über die Sprintdistanz  Foto: Post SV Dresden

Christiane sieht ihre besten Chancen über die Mitteldistanz. Dort wird der höchste technische Anspruch erwartet. Etwa 30 Trainingstage in relevantem Gelände sorgen im Vorfeld für ausreichend Selbstsicherheit. Auch Anna hat sich zielgerichtet auf den Jahreshöhepunkt vorbereitet.

Neben Christiane, die sowohl über die Sprint-, Mittel- und Langdistanz vorgesehen ist, starten auch Bjarne Friedrichs, Sören Lösch und Christoph Brandt bei 3 Entscheidungen. Christoph startete schon 2010 in Trondheim bei der WM und ist daher trotz seines jungen Alters der erfahrenste WM-Teilnehmer im Team. Zusammen mit Bjarne und Sören geht er bei der Staffelentscheidung an den Start. Neben der Voraussage für die Staffel ist für alle drei auch eine Prognose über die Mittel- und Langdistanz schwer zu treffen. Der gemeinsame Nenner ist das Abrufen der bestmöglichen Leistung zur jeweiligen Entscheidung. Dieses Ziel haben alle deutschen Teilnehmer.

Die Titelfavoriten kommen auch 2011 aus anderen Ländern. Auch wenn die Schweizer Ausnahmeathletin Simone Niggli in diesem Jahr fehlt, so haben die Eidgenossen zumindest im Herrenbereich einen Kader in der absoluten Weltspitze. Spannend wird ebenfalls die Frage, ob das französische Team im Heimgelände für einen Medaillenregen sorgen kann. Die norwegische Mannschaft, welche mit zwei amtierenden Weltmeistern anreist, hat 2011 eines fest im Blick: Laut Cheftrainer Petter Thoresen soll das Team die beste Nation zur WM werden. Weitere Nationen wie Finnland, Schweden oder Russland werden bei der Medaillenvergabe sicherlich auch das ein oder andere Wort mitreden.


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Homepage WM in Frankreich

Autor: Daniel Härtelt  (Team für Öffentlichkeitsarbeit)
Eingestellt am 05.08.2011

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