Orientierungslauf in Deutschland


Junioren-WM: Ein zweiter Paukenschlag blieb aus

Nur einen Tag nachdem Christoph Prunsche in der Qualifikation für die Mitteldistanz bei der Junioren-WM mit einem zweiten Platz aufhorchen ließ, stand das Finale am Donnerstag auf dem Plan. Und hier sah es lange Zeit so aus, als könne Christoph seinen starken Vorlauf bestätigen. Noch nach zwei Dritteln der Strecke lag er auf Top-10-Kurs, doch dann verließen ihn die Kräfte und die Konzentration. Ein Fehler von einer reichlichen Minute warf ihn zurück auf Platz 37.

Christoph Prunsche bei der Junioren-WM im Zieleinlauf.
Christoph Prunsche bei der Junioren-WM im Zieleinlauf.  Foto: Team JWM

An der Spitze gab es dagegen eine noch nie dagewesene Sensation. Gleich drei Läufer sicherten sich zeitgleich die Goldmedaille: Robert Merl (AUT), Topias Tiainen (FIN) und Dmitry Nakonechnyy (RUS). Weniger überraschend das Damenergebnis: Erneut siegte Ida Bobach, die damit erfolgreichste JWM-Läuferin aller Zeiten ist. Josephine Greiner, die als einzige Deutsche im A-Finale stand, wurde 50. und im B-Finale überzeugte Anna Reinhardt mit einem starken 6. Platz.

Den Abschluss einer hervorragend organisierten Junioren-WM bildeten die Staffelrennen am vergangenen Freitag. Und es wurde ein wirklich stimmungsvolles Erlebnis für die Ausrichternation: Polen konnte bei den Junioren überraschend Gold holen (vor Schweden und Tschechien). Bei den Mädchen verpasste Ida Bobach mit Dänemark ihr 4. Gold und durfte sich stattdessen über Bronze freuen. Es gewann Schweden vor Tschechien. Die beiden deutschen Staffeln kamen auf den 16. und den 19. Platz.

Resi Rathmann bei der Junioren-WM
Resi Rathmann bei der Junioren-WM  Foto: Slawomir Cygler

In der Zusammenfassung muss man sagen, dass das deutsche Team wirklich alles gegeben hat, die Zielstellungen aber leider nicht erreichen konnte. In den Einzelergebnissen wurden die Top-30-Plätze verfehlt. Einzig Christoph Prunsche ist momentan stark genug, um in diesen Bereich zu laufen, was er mit einem 37., einem 39. Platz und vor allem seinem 2. Platz im Mittel-Vorlauf belegen konnte. Allen drei Mädchen gelangen Platzierungen in der vorderen Hälfte des Feldes, womit sie ihre Nominierungen bestätigt haben. Weiter vorn als Platz 50 ging es diesmal aber leider nicht. Während die Jungs-Staffel im Vergleich zum Vorjahr trotz individuell guter Läufe zwei Plätze verlor, konnten sich die Mädchen leicht steigern.

Einmal mehr bleibt als Resümee, dass es ein weiter und schwerer Weg an die Spitze ist. Aber Nationen wie Frankreich, Spanien oder Österreich haben dieses Jahr gezeigt, dass es auch für mittel- und sogar südeuropäische Nationen möglich ist. Es lohnt sich weiterhin für gute Resultate der deutschen Mannschaft zu rackern, zu trainieren und zu kämpfen!


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Autor: Trainerrat
Eingestellt am 10.07.2011

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