Orientierungslauf in Deutschland


Mannschaft und BRL beenden erste Saisonhälfte

Bis 2007 als Meisterschaft ausgetragen, fand die besondere Wettkampfform „Mannschaft“ letztes Jahr keinen Ausrichter. Für das diesjährige Stattfinden nahm die kleine OL-Gruppe des SV Bad Düben die Verantwortung auf sich.

Kartenausschnitt Bundesranglistenlauf in der Dübener Heide
Kartenausschnitt Bundesranglistenlauf in der Dübener Heide  Foto: USC Leipzig

Bleibt OL bei Staffeln und Teamwertungen weitgehend Individualsport, so sieht das bei der Mannschaft weniger danach aus. Neben geschicktem Aufteilen der Wahlposten – was gerade hier auf den längeren Bahnen kein leichtes war – und um längere Wartezeiten verschwitzt im Kühlen zu umgehen, ist immer auch gute Verständigung im Team gefragt.
118 3er-Teams starteten am Sonnabend in einem zentralen Teil der gering bis mäßig höhenprofilierten Dübener Heide, um in je 6 Altersklassen und der zahlenmäßig meistbesetzten Kategorie „Offen“ das beste Mannschaftsergebnis zu erkämpfen.

Sturmschäden erschwerten die ohnehin wechselnde Belaufbarkeit in einigen Stellen des großen Mischwaldes, der reichlich Zecken beheimatet, zusätzlich. Die Karte wies stellenweise leider ein paar Ungenauigkeiten auf, wobei einige der Schnellsten nichts zu beanstanden hatten.

In der Damen-Hauptklasse DT ging es eng aus: Die ersten 4 Teams lagen innerhalb einer Minute und 49 Sekunden. Der USV TU Dresden mit Anne Kretzschmar, Claudia Buhler und Sophie Kääriäinen siegte mit knappem Vorsprung vor dem OLV Potsdam und dem Post SV Dresden.
Bei den Herren ab 19 gewannen dagegen Christian Töpfer, Georg Zentgraf und Sören Lösch vom ersten Team des USV Jena mit über 9 Minuten Abstand gegenüber dem Zweitplatzierten Post SV Dresden 2 und dem MTK Bad Harzburg, die auf Rang drei am Abend im Bad Dübener Kurpark geehrt wurden, wie zuvor alle anderen dritten besten deutschen Mannschaften 2011.

Podestplätze zur DBK-Mannschaft in den Eliteklassen
Podestplätze zur DBK-Mannschaft in den Eliteklassen  Foto: Elenore Pohl

Genau 12 Jahre nach der ersten Jugendeuropameisterschaft organisierte der USC Leipzig im selben Waldgebiet wie damals am Sonntag den Bundesranglistenlauf auf der dem WKZ gegenüberliegenden Straßenseite. Der Kartenname Hohe Gieck bezeichnet die höchste Erhebung (193 m) der Dübener Heide. Ähnliches und gut neu aufgenommenes Gelände sowie vom morgendlichen Regen durchnässtes Laub prägte den Lauf. Den Beginn der meisten Bahnen bildeten Passagen durch halboffene Flächen mit zahlreichen Wurzelstöcken zwischen dichten Dickichten, wobei der genaue Kartenkontakt zum sicheren Finden der Posten stets behalten werden musste. Im weiteren Rennverlauf kam es auf Kompassgänge und vorausschauendes Mitlesen an, da der weitgehend flache Hochwald kaum zu größeren Umlaufrouten einlud. Durch viele Posten und wenig Wegvarianten blieb die Konzentration bis zum Schluss der langen Bahnen auf selbe wichtig.

Ein ähnliches Bild von Abständen zeichnete die Ergebnisse der Elite: Die 10,7 km lange Damenelitestrecke gewann mit 1:32:41 Anne Heinemann vom SV Robotron Dresden 14 Sekunden vor Janeta Turka (TUS Karlsruhe-Rüppurr) und 1:39 min vor Hanka Straube (SV Lengefeld).
Die 15,1 km der HE lief Leif Bader für den Post SV Dresden in 1:25:10 am schnellsten. Zwar hielt sich der Russe Alexander Minakov (MosCompass) mit 1:29:34 noch stark dahinter, doch wirkten schon die folgenden Läufer Sören Lösch (Jena) und Sören Riechers (Bielefelder TG) mit 9 Minuten Rückstand auf Leif recht abgeschlagen.

Zum Schluss möchte ich noch denen danken, die die Wettkämpfe ermöglicht und zu ihrem Gelingen beigetragen haben.


Mehr:
Homepage Veranstalter DBK-Mannschaft
Homepage Veranstalter Bundesranglistenlauf

Autor: Wieland Kundisch  (Team für Öffentlichkeitsarbeit)
Eingestellt am 27.06.2011

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