Orientierungslauf in Deutschland


Ansprechende deutsche Leistungen zur 10Mila

Sowohl physisch wie auch technisch waren die Bahnen der diesjährigen 10Mila erwartet anspruchsvoll. Knapp 350 Staffeln mit 10 Läufern starteten im Hauptrennen Samstagnacht in die schwedischen Waldgebiete bei Stockholm, nachdem tagsüber das Nachwuchs- und Damenrennen über die Bühne ging. Sieger des Herrenrennens wurde, wie im vergangenen Jahr, die finnische Staffel Kalevan Rasti. Auf der letzten Bahn sicherte der französische Ausnahmekönner Thierry Gueorgiou souverän den Sieg. Torben Wendler zeigte ein starkes Rennen und kam als 11. von der Startstrecke zurück.

Torben Wendler mit starker Leistung bei der Tio Mila (Archivbild)
Torben Wendler mit starker Leistung bei der Tio Mila (Archivbild)  Foto: World of O

Die Damenentscheidung gewann in einem spannenden Rennen Tampereen Pyrintö aus Finnland vor dem IFK Lidingö und Domnarvets GOIF. Die beste deutsche Platzierung erreichte Karin Schmalfeld mit ihrem Team Leksands OK mit dem 8ten Platz. Karin hatte nicht den besten Tag und musste leider auch ein paar Minuten gegenüber den Besten abgeben. Der 8te Platz ist trotzdem noch ein gutes Ergebnis für Leksands.

Sieglinde Kundisch startete für Lunds OK ebenfalls wie Karin auf der zweiten Strecke. Sie lief auf der Bahn ca. 1min langsamer als Karin. Mit ihrem Team wurde sie 45. Christiane Trösse lief für Varegg IL die erste Strecke und musste die schnellsten Läufer ziehen lassen. Mit ihrem Team erreichte sie den 151ten Platz. Jenny Warg absolvierte die letzte Strecke für Rumba-Mälarhöjden OK. Sie wurde mit ihrem Team 210te.

Das Herrenrennen war aus deutscher Sicht von Anfang an interessant, da die beiden WM-Läufer aus dem letzten Jahr - Leif Bader und Torben Wendler - direkt auf der ersten Etappe an den Start gingen. Es war ein heißer Kampf im Wald. Torben konnte sensationell als 11ter von der Startstrecke wiederkommen. Er kam mit der Führungsgruppe aus dem Wald, legte so einen guten Grundstein für sein Team Raumar. Leider unterliefen dem Team später in der Staffel unnötige Fehler, so dass es nur zu einem 45ten Platz reichte. Leif hatte ein paar Probleme am Anfang, fand dann aber besser ins Rennen und konnte als 39ter mit nur knappen 3min auf die Spitze übergeben. Sein Team arbeite sich dann konstant durch die Nacht und erlief den 25ten Platz. Die Podestplatzierungen gingen neben Kalevan Rasti an Halden SK und Södertälje-Nykvarn OF.

Christoph Brandt lief für Tyrving nicht wie erwartet die 9te Strecke, sondern musste, aufgrund von einer leichten Verletzung von Audun Weltzien, die 8te Strecke laufen. Diese meisterte er mit der 28 besten Etappenzeit. Sein Team konnte den 23ten Platz erlaufen.

Sören Lösch lief die Schlussstrecke für sein finnisches Team Kangasala SK. Auch sein Team lief eine konstant gute Tiomila. Sören konnte seine gute Frühjahrsform bestätigen und sein Team zu einem guten 36ten Platz laufen. Sie verbesserten sich damit 13 Plätze zum Vorjahr.

Patrick Hofmeister hatte leider das Pech, dass sich sein Läufer auf der „langen Nacht“ verletzte und das Rennen abbrechen musste. Dadurch konnte seine Staffel die 10Mila in diesem Jahr nicht beenden.

Alle deutschen Orientierungsläufer, die bei der 10Mila an den Start gingen, zeigten, dass es sich lohnt, für skandinavische Vereine bei Großveranstaltungen zu starten. Diese Erfahrungen sind ungemein wertvoll für anstehende internationale Aufgaben oder einfach eine neue Erfahrung. Falls du also auch Lust hast solche Erfahrungen zu sammeln, frag doch einfach einen von den Läufern beim nächsten deutschen OL. Sie werden bestimmt gern berichten, wie sie in Kontakt mit ihrem jeweiligen skandinavischen Verein gekommen sind.


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Homepage Tio Mila

Autor: Daniel Härtelt & Torben Wendler
Eingestellt am 04.05.2011

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