Orientierungslauf in Deutschland


Veranstalter gesucht

Bei Großereignissen wie der Tio Mila ist ersichtlich, was für eine Anziehungskraft Wettkämpfe im Orientierungslauf ausüben können. Trotz eines erheblichen Planungsaufwandes sind es genau solche Läufe, die eine immense Strahlkraft, auch außerhalb der Orientierungslauf-Gemeinde, aufweisen. Als deutsches Aushängeschild ist der 24h-OL weit über die deutschen OL-Grenzen und Kreise bekannt. Aber nicht nur solche Wettkämpfe gehören in regelmäßigen Abständen in den Terminkalender. Auch die nationalen Läufe im Ski-, Fuss-OL und im Mountainbike Orienteering sind ein wichtiger Bestandteil des Wettkampfkalenders. Für 2012 werden noch Veranstalter gesucht.

Bild vom Mehrtage-OL bei Schmiedeberg
Bild vom Mehrtage-OL bei Schmiedeberg  Foto: Daniel Härtelt

Dass es dabei nicht immer unbedingt der klassische Orientierungslauf, sondern durchaus ein MTBO oder Ski-OL sein kann, zeigten in der Vergangenheit mehrere Vereine. Die letzten Titelkämpfe im Ski-Orientierungslauf wurden durch den USV TU Dresden in Altenberg, im Osterzgebirge, ausgetragen. Infolge der deutsch-tschechischen Zusammenarbeit lagen die Teilnehmerzahlen weit über den gängigen Werten zu Meisterschaften. Trotz eines erheblichen Aufwandes hat sich das Wochenende nicht nur für die Veranstalter und Wettkämpfer gelohnt. Auch zahlreiche Langläufer und Wanderer säumten den Erzgebirgskamm.

Ähnlich Positives berichtet auch das Org-Team des OLV Potsdam, welches nach langem Überlegen im letzten Jahr einen Bundesranglistenlauf im MTBO ausgerichtet hat. Die Erfahrungen des letzten Jahres waren so positiv, dass neben den regelmäßigen Ranglistenläufen in diesem Jahr auch wieder eine MTBO-Veranstaltung auf dem Plan steht. Bei guter Planung und Nachnutzung von Kartenmaterial ergeben sich nicht nur finanziell vielfältige Möglichkeiten für die ausrichtenden Vereine.

Auswertung nach dem MTBO
Auswertung nach dem MTBO  Foto: Wettkampf MTBO

Auch im Fuß-OL existieren nicht wenige positive Beispiele. Oft haben Wettkämpfe das Bild des Orientierungslaufes und die Außenwirkung grundsätzlich verändert und erhöht. Ein Beispiel ist die Deutsche Meisterschaft des SSV Planeta Radebeul in Gröden, an der Grenze von Brandenburg und Sachsen. Durch eine intensive Zusammenarbeit zwischen Gemeinde, örtlichen Vereinen und den Radebeulern konnten alle Beteiligten das Erlebnis OL jeweils erfolgreich abschließen und auch soweit wie möglich genießen. Für die Nachnutzung der Karten sind die Radebeuler gern gesehene Gäste in Gröden. Bei einem Trainingslauf in der Region mit Karte und Kompass wird man inzwischen als Orientierungsläufer begrüßt!

Neben diesen drei Beispielen existieren wohl noch unzählige weitere über gelungene Synergien. Diese positiven Effekte müssen nicht nur den wenigen, regelmäßig als Ausrichter tätigen Vereinen, vorbehalten sein. Problematisch dabei ist, die oft nur einseitige Verteilung der Bundesveranstaltungen auf bestimmte Regionen. Auch lohnt es sich über die Austragung einer anderen OL-Form, als den klassischen Orientierungslauf, nachzudenken. Hilfestellungen dazu werden auch nach Rücksprache mit den Wettkampfverantwortlichen im Technischen Komitee Orientierungslauf und Mountainbike Orienteering gegeben.

Ski-OL in Altenberg
Ski-OL in Altenberg  Foto: Sebastian Schlegel

Nicht vergebene Wettkämpfe Fuss-OL & Ski-OL 2012:



DBK-Ski
DBK-Nacht
DBK-Ultralang
DBK-Mannschaft


Mehr:
Offene Wettkämpfe im MTBO

Autor: Daniel Härtelt  (Team für Öffentlichkeitsarbeit)
Eingestellt am 30.04.2011

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