Orientierungslauf in Deutschland


Rekorde bei den Weltmeisterschaften im Ski-Orientierungslauf

Am Montag beginnen die Weltmeisterschaften im Ski-Orientierungslauf in Tänndalen/Schweden. So spät wie noch nie in einem Winter werden in der letzten Märzwoche die besten Ski-Orientierungsläufer der Welt gesucht. Das deutsche Team ist mittlerweile zu den Titelkämpfen angreist, bei denen es auch um Rekorde geht.

Im schwedischen Fjäll testet Bernd Kohlschmidt schon einmal die Loipen. Am Dienstag wird es ernst.
Im schwedischen Fjäll testet Bernd Kohlschmidt schon einmal die Loipen. Am Dienstag wird es ernst.  Foto: Eike Bruns

Medienwirksam sollen sie sein, die Weltmeisterschaften. Angesichts der Lage mitten im dünnnbesiedelten schwedischen Fjäll darf man zumindest zweifeln, dass große Zuschauermassen die Strecken säumen werden. Doch setzen die Schweden unter anderem auf Video-Live-Streams, die Interessierte vor die (Computer-)Bildschirme locken sollen.

Unberührte Natur: Weitab von Großstädten werden die Ski-Orientierungsläufer kaum Zuschauermassen an die Strecken locken.
Unberührte Natur: Weitab von Großstädten werden die Ski-Orientierungsläufer kaum Zuschauermassen an die Strecken locken.  Foto: Eike Bruns

Immerhin gibt es mit der Disziplin Sprintstaffel etwas neues im Programm, das reizvoll ist. Denn bei der Sprintstaffel laufen eine Frau und ein Mann pro Nation um Medaillen. Die Ausrichter haben versucht, so viele Nationen wie möglich für diesen Wettkampf, von denen sich manche erhoffen, er könnte ein Türöffner zu Olympsichen Winterspielen sein, zu begeistern. Immerhin 32 Nationen sind diesem Aufruf gefolgt, so viele wie noch nie. Unter diesem Melderekord befinden sich auch erstmals Kirgisen, Mongolen, aber auch Serben und Spanier.
Das Programm beginnt nach dem Model Event und der Eröffnungsfeier am Montag mit dem Sprint am Dienstag. Danach folgen die Mittelstrecke am Mittwoch und die Srintstaffel am Donnerstag. Nach einem Ruhetag enden die Weltmeisterschaften mit der Langstrecke am Samstag und der Staffel am Sonntag.
Das Gelände, das sehr zentral um die Unterkunft herum genutzt wird, verspricht, angeschmiegt an einen steileren Berghang, trotz seiner geringen Fläche sehr anspruchsvolle und kräftezehrende Wettkämpfe.

Die zwei Servicemänner der Finnen präparieren schon fleißig Skier. Zu sehen sind allerdings längst nicht alle Skier der Finnen. Das deutsche Team bringt es auf zusammen nicht einmal 20 Paar Skier, von Servicemännern ganz zu schweigen.
Die zwei Servicemänner der Finnen präparieren schon fleißig Skier. Zu sehen sind allerdings längst nicht alle Skier der Finnen. Das deutsche Team bringt es auf zusammen nicht einmal 20 Paar Skier, von Servicemännern ganz zu schweigen.  Foto: Eike Bruns

Das deutsche Team besteht aus vier Teilnehmern: Antje Bornhak (OLA TSV Deggendorf), Bernd Kohlschmidt (SV Robotron Dreden), Bengt Hanßke und Eike Bruns (beide MTK Bad Harzburg). Damit ist das Team eine Neuauflage der Auswahl, die 2002 zu den Weltmeisterschaften nach Bulgarien gefahren ist. Trotz der schon größeren Erfahrung, die dieses Team mitbringt, erhoffen sich die Deutschen wie viele andere Nationen eine gute Platzierung bei der Premiere der Sprintstaffel.
Und noch ein Rekord: Für Eike Bruns ist es die mittlerweile neunte Teilnahme an einer Ski-Orientierungslauf-Weltmeisterschaft. Damit stellt er einen neuen deutschen Rekord auf. Den Weltrekord, so weit nachverfolgbar, hat der US-Amerikaner Carl Fey mit zehn Teilnahmen, der bei der diesjährigen WM allerdings IOF Event Adviser ist.


Mehr:
Homeage der Weltmeisterschaften im Ski-Orientierungslauf 2011

Autor: Eike Bruns  (Team für Öffentlichkeitsarbeit)
Eingestellt am 20.03.2011

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