Orientierungslauf in Deutschland


Für bessere Wettkämpfe und hochwertigen OL-Sport:
TD- und Wettkampfleiter-Tagung in Dresden

Am vergangenen Wochenende fand in Dresden die alljährliche Tagung der Technischen Delegierten und Wettkampfleiter statt. Neben einer Analye des vergangenen Wettkampfjahres standen Diskussionen um Neuerungen der Wettkampfbestimmungen, die Verbandsstruktur, die Qualität von Kartenaufnahmen, Bahnlegungsprobleme und Anliegen des Spitzensports auf dem Programm.

Die Tagungsteilnehmer während der Sitzung
Die Tagungsteilnehmer während der Sitzung  Foto: Paul Leidinger

Der eng gespickte Zeitplan umfasste insgesamt 16 Themen und eine Trainingseinheit zur Lockerung der Muskulatur. Diese führte im Rahmen der Dresdner Winter-OL-Serie in den benachbarten Jägerpark, der 2004 bereits Austragungsort des Weltcupfinales auf der Mitteldistanz wurde. Nach knapp 6km technisch anspruchsvollem OL ging es dabei in den "Graben(alb)traum", einem extrem feinkuppierten Gelände, das Mats Haldin bereits den Gesamtweltcup gekostet hatte. Durchsetzen konnte sich am Ende Bundesjugendtrainer Josef Neumann vor Robert Krüger und Christoph Hofmeister und weiteren 26 Startern auf der langen Bahn.

Das Protokoll der Tagung steht bereits zum Download bereit, weitere damit verbundene Dokumente wird es in Kürze zum Herunterladen geben. So war der Themenblock "Druck und Kartenbild" diesmal ein wesentliches Anliegen, für das aber bereits zahlreiche Lösungen zur Verfügung stehen. So haben Steffen und Sören Lösch zahlreiche Testdateien für die optimale Druckerkalibrierung angefertigt, die besonders für kleine Wettkämpfe das Mittel der Wahl sein sollten. Für Bundesveranstaltungen hingegen zeichnet sich das klare Bild ab, dass nur noch auf OL-erfahrene Druckereien zurückgegriffen werden soll, was inbesondere für den Laserdruck zählt. Die damit auftretenden Probleme hat beispielsweise Stephan Krämer laut eigener Aussage gelöst - ein Aussage, die von den Tagungsteilnehmern bei Bewertung der Karten unterstützt wurde.

Steffen Lösch während seines Vortrags zu Postenstandorten und -beschreibung
Steffen Lösch während seines Vortrags zu Postenstandorten und -beschreibung  Foto: Paul Leidinger

Ein wichtiges Kapitel der Tagung stellte auch die EDV-Technik und die damit häufig einhergehende Verwirrung um SI-Generationen und den notwenigen Umfang von Technik beim Wettkampf dar. Doch auch dazu gibt es nun eine von Simon Harston erarbeitete Präsentation, die ab sofort allen Veranstaltern zur Verfügung steht.

Dem Sprint-OL war ein weiterer Themenblock der Tagung gewidmet. Zum einen wurden von Tagungsleiter Rainer Müller nochmals die Verstöße beim Sprint-OL im Rahmen des Ostsee-OLs (Betreten von Privatgelände) zurecht als grobe Unsportlichkeiten verurteilt und einmal mehr an die Fairness aller appelliert, den dadurch entstehenden Schaden für den OL-Sport zu vermeiden. Erfreulicher hingegen ist die beabsichtigte Weiterentwicklung der Deutschen Park Tour, die von Tourkoordinator Sven Hommen vorgestellt wurde.

Zu guter letzt konnte André Kwiatkowski mit seiner Präsentation zur WMOC 2012 Begeisterung für die bislang größte deutsche OL-Veranstaltung auslösen, für die auch weiterhin fachkundige Unterstützung und Helferpersonal gesucht wird.

Ziel der Veranstaltung war einmal mehr die Verbesserung der Qualität nationaler Wettkämpfe und die Verbesserung der Zusammenarbeit von Technischen Delegierten und Wettkampfausrichtern, was in Anbetracht begrenzter Zeit- und Personalkapazitäten nicht immer einfach ist. Die grundlegende Tendenz ist aber positiv, sowohl der Spitzensport, als auch das TK sehen Verbesserungen und positive Tendenzen, die am Beispiel der Entwicklung des Sprint-OL fassbar werden. Damit kann das Wettkampfjahr 2011 kommen, in dem das gesamte Team um Tagungsleiter Rainer Müller hoffentlich noch weniger Fehler in der Wettkampforganisation finden.


Mehr:
Protokoll der TD- und WKL-Tagung am 15./16.01.2011 in Dresden
Tipps zur EDV-Auswertung - Präsentation von Simon Harston

Autor: Paul Leidinger
Eingestellt am 17.01.2011

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