Orientierungslauf in Deutschland


Mit oder ohne Behinderung - Trail-O Europameisterschaften in Deutschland!

Vom 23. bis zum 25 August 2002 finden in Schloß Holte-Stukenbrock die Europameisterschaften 2002 im Trail-Orientierungssport statt. Hier starten Sportler mit Behinderung zum intelligenten Natursport mit Karte und Kompass. Doch Trail-Orientierung ist nicht allein ein Sport für Körperbehinderte.

Dem trägt die IOF Rechnung, indem sie bei der EM 2002 vom 23.- 25. 8. in Schloß Holte-Stukenbrock zwei Meisterschaftskategorien ausgeschrieben hat. Neben der Kategorie für Teilnehmer, die nach den Regeln der Paralympics als Körperbehinderte gelten, wird ferner ein Meisterschaftswettbewerb für jedermann ausgetragen. Beide Kategorien haben den gleichen orientierungstechnischen Schwierigkeitsgrad. Wenn man also ein sehr gutes Gefühl für das Kartenbild hat, wenn man Objekte supergenau und lagerichtige zuordnen kann und dabei mit klugem Kopf die Postenbeschreibung liest, dann kann man Ende August mit guten Chancen um die Europameisterschaft mitmischen. Schnelligkeit ist nur bei den sogenannten Zeitkontrollen gefragt, wo der Wettkämpfer die Lagerichtigkeit eines Kontrollpostens unter Zeitmessung bestimmen muss. Ansonsten hat man Zeit und Ruhe. Läuferisch muss man nicht topfit sein, denn für die 2,5 bis 3,5 km jeder Tagesetappe der beiden Wettkampftage ist jeweils ein Zeitlimit von 2 1/ 2 Stunden gesetzt.
Allerdings sollte auch der routinierte Orientierer nicht glauben, er könne sich dieser EM ohne jede Vorbereitung stellen, denn auch im Trail-O gibt es eine ganze Reihe von orientierungstechnischen Eigenarten und Kniffligkeiten, die man schon gewissenhaft trainieren sollte. Vor Ort gibt es in den Meisterschaftsklassen keine technischen Hilfen oder Einweisungen Nur für Anfänger, denen man als Rahmenwettbewerb eine orientierungstechnisch leichtere Bahn anbietet, wird vor dem Start eine Einweisung durchgeführt.

Die westfälischen Organisatoren haben offensichtlich alles im Griff. Viel Motivation und Erfindungsgeist sind gefragt, denn bei moderaten Startgeldern kann kaum mit wesentlichen finanziellen Einnahmen gerechnet werden.
Der Bürgermeister der Gemeinde Herr Hubert Erichlandwehr stellte unter anderem sein Foyer des Rathauses für die Organisatoren und das abendliche Bankett für die Nationalteams zur Verfügung.
Gleich drei Bahnleger braucht es um die diffizilen Kontrollstationen zu planen: Erich Montag, Hans Klimpel und Peter Gehrmann.
Der Gesamte Wettkampf wird von der Brittin Anne Braggins als Technische Delegierte der IOF kontrolliert.
Ein echter, rasanter Rolli-OL mit Zeitwertung wird übrigens auch durchgeführt.

Kontakt: Peter Gehrmann


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Autor: Lutz Spranger
Eingestellt am 05.06.2002

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