Orientierungslauf in Deutschland


Wissenswertes zum Weltcup

Auch wenn Deutschland beim Orientierungslauf etwas weiter von der Weltspitze entfernt ist, kämpfen unsere Athleten dennoch hart um gute internationale Ergebnisse und die deutsche OL-Gemeinde verfolgt den internationalen Spitzensport mit großem Interesse. Zwei wichtige Eckpunkte des IOF-Programms sind neben den Welt- und Europameisterschaften vor allem der Weltcup (IOF World Cup) und die Weltrangliste (IOF World Ranking). Dieser Bericht soll näher auf den Weltcup eingehen. Eine Erläuterung zur Weltrangliste folgt in einem weiteren Artikel.

Logo Weltcup Fuß-OL
Logo Weltcup Fuß-OL

Der Weltcup im Orientierungslauf wird seit 1986 ausgelaufen, zunächst im 2-Jahres-Rhythmus im Wechsel mit den Weltmeisterschaften, seit 2004 jährlich. Der Weltcup wechselt ständig sein Gesicht, die IOF passt die Laufserie jährlich den aktuellen Entwicklungen im OL-Geschehen an, um den OL als Spitzensport attraktiver zu machen.

Der Weltcup 2010 zählte insgesamt zwölf Läufe. Neben den jeweils drei Einzelentscheidungen bei den Europa- und Weltmeisterschaften fanden drei Einzelläufe im Rahmen der Nordic Orienteering Tour statt. Zum Abschluss stand noch ein Lauf in Frankreich und das Weltcupfinale mit zwei Läufen in der Schweiz Anfang Oktober auf dem Programm. Zwischen 50 und 200 Punkten erhielt der Sieger in Abhängigkeit der Wichtung eines Weltcuplaufes, die Folgenden entsprechend ihrer Platzierung weniger.

Leif Bader über die Langdistanz zur WM 2010
Leif Bader über die Langdistanz zur WM 2010

Für die Gesamtwertung zählten die besten sieben Ergebnisse aus den ersten zehn Rennen plus die beiden Läufe des Weltcupfinals. An die besten Sechs der Gesamtwertung bei den Damen und Herren wurden 2010 Preisgelder in Höhe von insgesamt 6.000 Euro ausgeschüttet. In diesem Jahr konnte einzig Leif Bader für Deutschland im Weltcup punkten. 5 Zähler hat er aus dem Lang-Finale der OL-WM auf seinem Konto.

Die Anzahl der Starter pro Nation im Weltcup ist begrenzt. Ausgenommen von den Weltcup-Regelung sind die Europa- und Weltmeisterschaften. Bei der EM darf jedes Land sechs Starter pro Kategorie stellen, bei der WM nur drei, jeweils zuzüglich Titelverteidiger. Das Kontingent der Startplätze im Weltcup ergibt sich aus dem Ranking der OL-Verbände in der IOF-Weltrangliste. In jeder der beiden Kategorien dürfen die jeweils sechs besten Nationen acht Starter stellen, die übrigen Verbände haben sechs Startplätze.

Herangezogen werden dabei die zehn in der Weltrangliste am besten klassierten Läufer eines Verbandes zum 31. Dezember des Vorjahres. Deutschland konnte auf Rang 11 bei den Herren und Platz 16 bei den Damen in diesem Jahr je sechs Aktive ins Rennen schicken.

Was die Weltrangliste genau ist, wo Läufe dazu ausgetragen werden und wie wir uns hier verbessern können, folgt in einem weiteren Artikel.

Endstand Weltcup 2010


Damen


1. Simone Niggli-Luder (SUI)	1080 Punkte
2. Helena Jansson (SWE) 710 Punkte
3. Maja Alm (DEN) 422 Punkte
4. Minna Kauppi (FIN) 397 Punkte
5. Lena Eliasson (SWE) 378 Punkte
6. Dana Brozkova (CZE) 368 Punkte


Herren


1. Daniel Hubmann (SUI)		807 Punkte
2. Matthias Müller (SUI) 613 Punkte
3. Thierry Gueorgiou (FRA) 450 Punkte
4. Carl Waaler Kaas (NOR) 403 Punkte
5. Olav Lundanes (NOR) 402 Punkte
6. Matthias Merz (SUI) 400 Punkte
118. Leif Bader (GER) 5 Punkte


Bildquelle: Jan Kocbach (World of O)


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Autor: Ralph Körner
Eingestellt am 16.10.2010

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