Orientierungslauf in Deutschland


WUOC: Sprint mit guten Resultaten

Nach dem kräfteraubenden und für die deutschen Teilnehmer eher durchwachsenen Auftakt bei der Langdistanz in Gyllbergen fielen heute die Entscheidungen über die Sprint-Distanz. Dabei ließ sich Torben Wendler seine schweren Beine nicht anmerken und erkämpfte einen bemerkenswerten 18. Platz, 1’28 hinter dem neuen Sprint-Studenten-Weltmeister aus Schweden, Jerker Lysell. Auch Robert Krüger erreichte als 24. ein gutes Ergebnis. Trotzdem haderte er mit einem Routenwahlfehler kurz vor Schluss, der ihm eine bessere Platzierung kostete.

Logo Studenten-WM
Logo Studenten-WM

Im Vorfeld des Sprints hatten die Veranstalter alle Läufer genarrt, die versucht hatten, sich mit Hilfe von alten Karten, google maps und Co ein Bild über das Gelände und mögliche Bahnvarianten zu verschaffen. Durch ein gesperrtes Gebiet, welches mit dem eigentlichen Wettkampfgebiet nichts zu tun hatte, war die Aufmerksamkeit aller weit weg vom eigentlichen Start gelenkt worden. Dieser lag dann nur knapp 100 m entfernt vom Hotel in der Innenstadt von Borlänge.

Nach einigen Postenverbindungen durch die Einkaufsstraßen ging es in offenes Siedlungsgebiet mit Rasenflächen und einigen Zäunen. Hier musste man mit einem hohen Lauftempo die Grundlagen für eine vordere Platzierung legen. Der Schlussteil der Bahn erforderte dann noch einmal die volle Konzentration der Läufer. Zunächst ging es zum Sichtposten durch das Freilichtmuseum „Gammelgården” mit entsprechend dicht stehenden Häusern. Direkt im Anschluss wurden die Läufer vor schwierige Routenwahlentscheidungen zwischen den letzten 4 Posten der Bahn gestellt. Dabei galt es, in einigen steilen, offenen Tälern den Überblick zu behalten, möglichst wenige Höhenmeter zu machen und gleichzeitig den Durchblick über die Zaundurchgänge zu behalten. Einige der Top-Läufer verloren hier und sogar noch auf dem Weg vom letzten Posten ins Ziel wertvolle Sekunden.

Torben Wendler bei der Studenten-WM
Torben Wendler bei der Studenten-WM

Torben Wendler kam gut mit dem anspruchsvollen Schlussteil zurecht und zeigte sich zufrieden mit seiner Platzierung: „Das war ein technisch guter Lauf, das Top-Tempo hat noch ein bisschen gefehlt. Aber ich bin richtig sicher auf der Schlussrunde gelaufen, habe bei den Zwischenzeiten am Ende noch mal richtig Zeit gutmachen können!“ Das Maß aller Dinge war bei den Herren der Schwede Jerker Lysell. Er bestätigte seine Form vor den Weltmeisterschaften in Trondheim. Mit einem sicheren Lauf und Bestplatzierung an allen Radio- und Sichtposten verwies er Scott Fraser (UK) und Severin Howald (SUI) auf die Plätze. Robert Krüger verlor auf der Schlussrunde ca. 20 Sekunden und war im Ziel trotz der guten Platzierung sichtlich enttäuscht – er hatte vor allem zu Beginn der Strecke ein hohes Tempo gehen können und lag zwischenzeitlich auf Platz 5 am Radioposten. Philipp Müller, am Ende Platz 51, analysierte nach dem Lauf: „Mir fehlte vor allem die Geschwindigkeit, technisch war es ganz OK.“

Den deutschen Damen Esther Doetsch und Jenny Seib fehlte nach der gestrigen Langdistanz vor allem die Spritzigkeit in den Beinen, sie erreichten mit sicheren Läufen Platz 42 und 53. Die Damenkonkurrenz entschied die Französin Amelie Chataing für sich, knapp vor Caroline Cejka (SUI) und der Überraschungsdritten Michaela Guizzardi (ITA).

Ergebnisse


Damen
1. Amelie Chataing (FRA) 13.30,1
2. Caroline Cejka (SUI) 13.37,2
3. Michaela Guizzardi (ITA) 13.55,6
42. Esther Doetsch (GER) 15.52,0
53. Jenny Seib (GER) 16.22,8

Herren
1. Jerker Lysell (SWE) 13.58,9
2. Scott Fraser (UK) 14.07,4
3. Severin Howald (SUI) 14.25,7
18. Torben Wendler (GER) 15.27,1
24. Robert Krüger (GER) 15.40,7
51. Philipp Müller (GER) 16.54,5


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Autor: Leif Bader
Eingestellt am 21.07.2010

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