Orientierungslauf in Deutschland


Deutsche Siege beim Prague Easter 2010

Im Sandsteingebiet der Region Kokorin, nördlich von Prag, wurde auch 2010 der Mehrtagelauf Prague Easter ausgetragen. Über 900 Läufer aus ganz Europa – darunter zahlreiche deutsche Teilnehmer – bestritten in einer der schönsten Regionen in Böhmen vom 3.–5. April den Mehrtagelauf. Siege in insgesamt 14 Altersklassen konnten für deutsche Läufer verbucht werden.

Kunst im Sandsteinfels
Kunst im Sandsteinfels

Die Felsgebiete unweit des Macha-Sees und des Ortes Doksy sind vielen Läufern schon aus den vergangenen Auflagen des Prague Easter oder anderen Wettkämpfen bekannt. Trotzdem
hat diese Region wohl eine magische Anziehungskraft auf viele Läufer. Zahlreiche enge Felsschluchten, oft gut belaufbarer Nadel- oder Mischwald und zahlreiche Höhenmeter charakterisieren das Gelände. Die hart erkämpften Sekunden auf den schnelleren Teilstücken können sofort wieder in den zahlreichen Felsbändern verloren werden. Einmal unsicher in einer Felsschlotte hineinorientiert und schon rinnen die Minuten dahin. Gute konditionelle Fähigkeiten waren bei bis zu 700 Höhenmetern auf den einzelnen Strecken ebenfalls gefordert.

Wieland Kundisch beim Zieleinlauf
Wieland Kundisch beim Zieleinlauf

Die drei zu absolvierenden Etappen waren in eine verkürzte Langdistanz, eine Langdistanz und eine Langdistanz mit Jagdstart gegliedert. In den Eliteklassen konnten sich aus deutscher Sicht die Läufer vom USV TU Dresden am besten Platzieren. Vor allem Wieland Kundisch bot in der Herrenklasse eine starke Leistung, musste im Jagdstart aber noch zwei Platzierungen abgeben. Platz 5 bei den Herren und Platz 7 bei den Damen waren die besten deutschen Platzierungen in der Elite. In vielen weiteren Klassen zeigten deutsche Läufer sehr gute Leistungen, konnten mitunter sehr souverän den Gesamtsieg verbuchen.

Kartenausschnitt 1. Etappe Prague Easter
Kartenausschnitt 1. Etappe Prague Easter

Auch das Wetter spielte in diesem Jahr mit, nachdem es bei vergangenen Auflagen schon teils heftige Schnee- oder Regenfälle gegeben hatte. Die Erkundung einer der zahlreichen Burgen im Umland stand daher bei vielen OL'ern auf dem Erholungsprogramm.


Damen-Elite Gesamtwertung
1. G. Omová, Michaela OOBTJ Turnov (CZE) 147:19 min
2. Wennman, Heini SK Pohjantähti (FIN) 147:47 min
3. Gregorová, Kamila SK OB Chotebor (CZE) 150:07 min
7. Kundisch, Sieglinde USV TU Dresden (GER) 177:43 min

Herren-Elite Gesamtwertung
1. Myllärinen, Jani Koovee (FIN) 190:58 min
2. Oma, Jakub OOB TJ Turnov (CZE) 203:17 min
3. Westerlund, Juho Koovee (FIN) 216:02 min
5. Kundisch, Wieland USV TU Dresden (GER) 217:10 min


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Ergebnisse

Autor: Daniel Härtelt
Eingestellt am 06.04.2010

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