Orientierungslauf in Deutschland


Karin Schmalfeld siegt in Venedig

Beim "XXX. Meeting Orientamento Venezia" gab es in der Damenelite-Kategorie einen deutschen Sieg zu bejubeln. Karin Schmalfeld gewann die Jubiläumsausgabe des Saisonabschluss-Klassikers in der Lagunenstadt und sicherte sich damit bereits ihren zweiten MOV-Erfolg nach 2004. Mit Nils Schmiedeberg in M40 und Nikolaus Risch in M60 standen noch zwei weitere deutsche Läufer ganz oben auf dem Siegerpodest, einen dritten Platz holte Gerda Kolloch in W65.

Die Brücken über den Canal Grande sind rar und erfordern so manchen Umweg
Die Brücken über den Canal Grande sind rar und erfordern so manchen Umweg

Den Auftakt machte wie immer der "Park O" am Samstagnachmittag, wo es in gewohnt laufbetonten Bahnen durch Venedigs östlichen Stadtteil Sant'Elena ging. Die beste deutsche Platzierung gelang hier Nils Schmiedeberg mit Rang zwei in der Kategorie MM2, Frank Müller erlief sich den dritten Platz in der Klasse MK. Am Samstag wie auch beim Stadt-OL am Sonntag zeigte sich das Wetter bewölkt, aber trocken und mild.

Zum Stadt-OL-Meeting starteten diesmal rekordverdächtige 3.600 Teilnehmer aus aller Welt. Auch rund 100 deutsche Läufer waren in Venedig dabei, davon kam etwa die Hälfte aus Bayern. Zum Jubiläum hatten sich die Organisatoren etwas Besonderes einfallen lassen. Vom Wettkampfzentrum am "Arsenale" im Osten Venedigs wurden die Teilnehmer mit dem Schiff zum Start nahe der Kirche Santa Maria della Salute im Süden der Stadt gebracht. Der Transport tausender Läufer klappte wie auch die übrige Organisation reibungslos.

Hier geht's ans Eingemachte: Postenverbindungen nahe der Rialtobrücke
Hier geht's ans Eingemachte: Postenverbindungen nahe der Rialtobrücke

Mit Matthias Mahr aus Österreich gab es in diesem Jahr einen neuen Bahnleger. So waren die Bahnen kreuz und quer durch das venezianische Gassenlabyrinth diesmal stellenweise etwas anders konzipiert als in den Vorjahren, obwohl nach 30 Auflagen Meeting Orientamento Venezia etwas Neues sehr schwer machbar ist. Vor allem ein langes Routenwahlproblem quer durch die gesamte Stadt am Ende des Laufes war auf den langen Bahnen sehr markant. Hier konnte man in den Gassen sehr viel Zeit verlieren. Aber auch zahlreiche kurze Postenverbindungen erforderten genaues Mitlesen und ständigen Kartenkontakt. Und durch die zahlreichen Brücken kamen wie immer auch die Höhenmeter nicht zu kurz, so dass auch dieser Stadt-OL in Venedig wieder alles zu bieten hatte, was das OLer-Herz begehrt.


Mehr:
Homepage des Stadt-OL-Meetings von Venedig

Autor: Ralph Körner
Eingestellt am 17.11.2009

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